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Bereich: Freizeit

Biker verärgern auf dem Lindenberg Wanderer, Jäger und Forstarbeiter – wie Frieden einkehren soll

Um die Konflikte zwischen den Erholungssuchenden auf dem Lindenberg zu entschärfen, wird ein gelenktes Mountainbike-Angebot entwickelt. In einem ersten Schritt erfasst und prüft man die bestehenden Routen und schaut, wo offizielle Bikestrecken möglich sind.

Der Lindenberg ist nicht nur bei Nebel ein beliebtes Ausflugsziel für die Freiämterinnen und Freiämter. Der Hügelzug bietet sich zu allen Jahreszeiten für Ausfahrten mit dem Velo an. Auch die Mountainbikerinnen und -biker haben das Gebiet für sich entdeckt. Und das wiederum sorgt für Konflikte. Zahlreiche Sporttreibende nutzen für ihre Velotouren nämlich Wanderwege oder inoffizielle Strecken, was zu Konflikten zwischen den verschiedenen Anspruchsgruppen wie Wandernden, Bewirtschaftern, Jagd und Forstwirtschaft führt.

Dies schreibt der Regionalplanungsverband Oberes Freiamt und der Regionale Entwicklungsträger Idee Seetal in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Pius Wiss, Präsident des Regionalplanungsverbandes Oberes Freiamt, kommentiert: «Einige der Trails am Lindenberg sind nicht legal erstellt worden, darauf machten uns die Jägerinnen und Jäger jeweils aufmerksam.»

Die beiden Verbände machen nun gemeinsame Sache. Unter dem Titel  «Attraktives und gelenktes Mountainbike-Angebot für den Lindenberg» entwickeln sie ein gemeinsames Angebot für Velofahrende. Initiiert wurde das Projekt vom Verein Sport- und Freizeitförderung Lindenberg. Begleitet wird es vom Fachbüro BikerNetzwerk. Dieses ist bereits in weitere Mountainbike-Projekte im Aargau und dem Kanton Luzern involviert. Pius Wiss erklärt: «Das Gebiet ist gross, es reicht von Hohenrain über Abtwil und Kallern bis nach Boswil und auf die gegenüberliegende Seite bis nach Schongau.»

Die Region als Naherholungsgebiet stärken

In einem ersten Schritt werden die bestehenden und genutzten Wegnetze erfasst, analysiert und in Karten dargestellt. Gemeinsam mit einer Raumanalyse und dem Abgleich mit den kantonalen Planungsgrundlagen bilden sie die Basis für die weiteren Arbeiten. In Workshops mit Gemeinden, Vertretenden von Wald, Jagd, Tourismus, Verkehr und Regionalplanung werden Bedürfnisse aufgenommen und daraus Handlungsfelder abgeleitet.

Daraus entwickelt die Gruppe ein Grobkonzept, das Streckenführung, Finanzierung, Besucherlenkung und auch die Sensibilisierung aufzeigen wird. Die ersten Workshops sollen zu Beginn des nächsten Jahres starten. Ziel ist es, ein Detailkonzept auszuarbeiten, das schliesslich zur Baueingabe eingereicht wird. Die Projektleitung liegt beim Regionalplanungsverband Oberes Freiamt und dem regionalen Entwicklungsträger Idee Seetal.

Finanziert wird das Projekt zu 60 Prozent über Mittel der Neuen Regionalpolitik (NRP) und zu 40 Prozent durch die beteiligten Gemeinden im Einzugsgebiet. Pius Wiss rechnet damit, dass die Arbeiten rund ein Jahr in Anspruch nehmen. Mit dieser Initiative entstehe die Grundlage für ein nachhaltiges und gemeinschaftlich getragenes Mountainbike-Angebot, das Sport, Natur, Bewirtschaftung und Erholung in Einklang bringe, so die Medienmitteilung. Das Projekt ermögliche es zudem, die Region Seetal-Freiamt als attraktives Naherholungsgebiet zu stärken.

Alle Jahre wieder: «Sins im Advent»

Sins Am letzten Samstag und Sonntag öffneten die Gewerbetreibenden ihre Türen. Einkaufen, bummeln,
degustieren und geniessen stand im Vordergrund. Der Fackelzug war ein Publikumsmagnet.

Bei strahlendem Sonnenschein und stahlblauem Himmel startete der Wochenendanlass am Samstagnachmittag. Bereits zum 24. Mal jährte sich dieser Brauch und sorgte für einen stimmungsvollen Start in die Adventszeit. «Sins im Advent» bedeutet auch, die Gewerbetreibenden nehmen sich Zeit für Gespräche mit den Menschen. Sie bedanken sich so für die Kundentreue. Geniessen mit allen Sinnen Am Samstag zwischen 14 und 21 Uhr und am Sonntag zwischen 11 und 16Uhr waren die Läden oen. Die Gewerbetreibenden scheuten keine Mühe, sich den Kundinnen und Kunden auf sympathische Art und von ihrer besten Seite zu präsentierten. Der Duft von Glühwein, Lebkuchen und vielen weiteren Köstlichkeiten lag in der Luft. Wer mit Hunger kam, konnte sich bei der grossen Auswahl an Genussmöglichkeiten nur schwer entscheiden. Soll es ein Raclette von der Feuerschale sein oder ein Käsefondue in stilvoller Atmosphäre im «Sprützehüsli», oder doch lieber eine Portion Mah-Mee, ein Stück Pizza aus dem Holzofen oder Bratwurst vom Grill? Auch warme Getränke wurden angeboten: Kaffee mit und ohne Geist, Glühwein, Punsch, dazu mal ein Stück Lebkuchen.

Für Gross und Klein
Nebst der breiten kulinarischen Auswahl durften die Besucher auch die verschiedenen musikalischen Darbietungen geniessen. Die rhythmischen Schläge der Tambouren, die urchigen Alphornklänge und die unterschiedlichen Platzkonzerte sorgten für eine stimmungsvolle Zeit im Dorf. Auch die Besucher des Konzerts im Einhornsaal waren viele. «Der Saal war gestossen voll. Es war ein super Konzert», meinte eine Besucherin. Diverse Aktivitäten für die kleinenBesucher waren im Dorf verteilt. Siekonnten Pony reiten, Märchen lauschenoder eine Runde auf dem Karusselldrehen. Wer sich kreativ betätigenwollte, konnte Brottaschen bemalen,Kerzen ziehen oder Lebkuchenherzenverzieren. OK-Präsident Markus Burrimeinte: «Die Märli-Stube und die Ludothekwaren dieses Jahr neu beim Kulturhaus.Wir wollen künig auch dieKirchstrasse zwischen Einhorn-Kreisverkehrbis hinauf zum Kulturhaus etwas beleben, damit noch mehr Leute bis dorthin den Weg finden.»

Fackelumzug – immer beliebt
Der Verkehr wurde umgeleitet, die Strassenbeleuchtung erlosch, sogar bis in den Freudenberg hinauf. Die Geschäfte entlang der Luzernerstrasse löschten auch ihre Lichter, um so eine schummrige Atmosphäre zu schaffen. Dann, pünktlich um 18.40 Uhr startete der Fackelumzug, angeführt von den Tambouren der Tambourengruppe im Freiamt. Ihrem Rhythmus konnte man sich nicht entziehen. Mehr und mehr Leute säumten die Strasse. Den Tambouren folgten die «Trychlergruppe» Reussegg mit den «Geisslechlöpfern», dann kamen die Kinderlaternen. Als nächste Gruppe kam die äusserst eindrucksvolle «Iffele»-Gruppe Hünenberg, danach schritt der Samichlaus mit seinem Gefolge der Strasse entlang, ihm folgten die Mühlauer «Trychlergruppe» und zum Schluss eine Schar Fackeln tragender Kinder. Insgesamt waren plus/minus 100 Teilnehmer am Umzug. Zur grossen Freude der Gewerbetreibenden der Aarauerstrasse wurde der Umzug dieses Jahr bis auf die Höhe des Geschäfts von Ruedi Wey hochgezogen.

Das OK dankt
Peter Wolfisberg, Präsident des Gewerbevereins, und Markus Burri, OK Präsident von «Sins im Advent», sind äusserst zufrieden. «Wir konnten 32 Gewerbetreibende dafür begeistern. Ich bedanke mich bei ihnen recht herzlich für ihren Einsatz. Ebenso danke ich allen, die am letzten Wochenende dazu beigetragen haben, dass ein so schöner Einstieg in den Advent möglich war», meinte Burri auf Anfrage. Auch die Gewerbler waren zufrieden. Guido Waldispühl an seinem Stand beim Eingang zum Cherne, meinte: «Es hat richtig schön Leute, die unterwegs sind.»

Stimmungsvoller Liechtliumzug in Oberrüti

Am Donnerstag, 6. November durfte das Elternforum Oberrüti zahlreiche Kinder, Eltern und Grosseltern zum ersten Liechtliumzug für Gross und Klein begrüssen. Bei nebligem Herbstwetter versammelten sich viele Familien mit ihren liebevoll gebastelten Laternen und Fackeln auf dem Schulhausplatz. Gemeinsam machten sich alle auf den Weg durch Oberrüti und weiter in den Wald. Der leuchtende Zug schlängelte sich durch die Dunkelheit, begleitet vom sanften Schein vieler Liechtli und vom fröhlichen Murmeln der Kinder. Besonders schön war, dass drei Kinder aus der Oberstufe und Primarschule den Umzug musikalisch mit traditionellen Räbeliechtli-Liedern begleiteten. Ganz im Sinne des Mottos «von Oberrüti, für Oberrüti». Gemütlicher Ausklang nach dem Spaziergang wartete beim Schulhaus ein gemütlicher Ausklang. Bei warmem Punsch und feinem Kuchen kamen Kinder, Eltern und Grosselternmiteinander ins Gespräch und liessen den Abend in geselliger Runde ausklingen. Die leuchtenden Augen der Kinder und die zufriedenen Gesichter der Erwachsenen zeigten, dass der erste, vom Verein Elternforum organisierte Lichtliumzug für Gross und Klein ein voller Erfolg war. Ein herzliches Dankeschön gilt allen Helfenden sowie der Gemeindekanzlei und dem Schulhausabwart von Oberrüti für die wertvolle Unterstützung und das Bereitstellen der Infrastruktur. Für das Elternforum Oberrüti:

Ähnlich und doch anders

Der Lichterweg ist definitiv Geschichte – nun übernimmt der Damenturnverein mit dem Laternenweg

Vier Jahre lang gab es ihn: den Lichterweg im Muri-Dorf. Die Begeisterung dafür war gross. Für gleich viel Freude soll auch der Laternenweg sorgen. Ein vierköpfiges OK aus den Reihen des Damenturnvereins organisiert diesen im Gebiet Muri- Hasli.

Annemarie Keusch
Anders ist er. «Natürlich», sagt Barbara Lang. Zusammen mit Helen Schriber, Rebecca Käppeli und Agi Villiger stellt sie den Laternenweg auf die Beine.«Schliesslich ist das Ambiente gegeben. Dunkelheit, gepaart mit Lichtern», ergänzt sie. Und trotzdem, eine Kopie des Lichterwegs soll der Laternenweg nicht sein. Den Ursprung hat er aber darin, dass die Macherinnen des Lichterwegs ihr Projekt nach vier erfolgreichen Durchführungen nicht wieder organisieren werden. «Das fanden wir alle schade», sagt Barbara Lang. Sie meint damit die Mitglieder des Damenturnvereins Muri. Der Vorstand ging auf die Organisatorinnen des Lichterwegs zu.«Wenn ihr einverstanden seid, lancieren wir ein neues, ähnliches Projekt.» An der Generalversammlung des Damenturnvereins wurden alle Mitglieder informiert. «Die Begeisterung war sofort gross.»

Fast alle Einsätze abgedeckt
Und sie ist es immer noch, je näher der Startschuss des Laternenwegs kommt, umso mehr. Das drückt sich in etwa darin aus, dass schon fast alle der 50 Einsätze für Helferinnen und Helfer abgedeckt sind. Die braucht es vor allem, weil auch der Laternenweg mit einem Beizli kombiniert sein wird – an der Kreuzung im Weiler Muri Hasli. «Weildas gemütliche Beisammensein ein wichtiger Teil ist», betont Barbara Lang. Warme und kalte Getränke, Suppe und Wienerli werden angeboten.

Laternen, Geschichte und Rätsel
Ein Weg draussen in der Natur, bei winterlichen Temperaturen – Barbara Lang findet das ein tolles Konzept. Kombiniert mit Lichtern und Laternen sowieso. «Gerade in der vorweihnachtlichen Zeit verfallen viele der Hektik. Sich Zeit nehmen und zu Fuss, draussen miteinander unterwegs zu sein, ist doppelt wichtig.» Darum sei es ihr und den drei anderen OK-Frauen ein grosses Anliegen, dass die Geschichte einesThemenwegs im Advent in Muri weitergeht. Rund 1,8 Kilometer lang ist der Rundweg – mit von Marco Schriberhand gesägten Laternen ausgestattet. Start ist beim Brüggli über die Bünz beim Parkplatz Bachmatten in Richtung Hasli. Die Route führt via Hasli in Richtung Murimoos auf der Koloniestrasse. Wer mit Rollstuhl oder Kinderwagenunterwegs ist, kann dank einer kleinen Abkürzung auch am Angebot teilnehmen. Wer zu Fuss ist, kann den längeren Weg via Wald zurück zum Hasli unter die Füsse nehmen. Wie es zu dieser Route kam? «Wir sind mehrere Möglichkeiten abgelaufen», erzählt Barbara Lang. Die nun definierte Route sei ideal. «Gerade auch mit dem nahen Parkplatz.» Auf dem Weg sorgen Laternen für vorweihnachtliche Stimmung. Unterhalten werden die Besucherinnen und Besucher dabei mit einer Geschichte. Die Organisatorinnen haben extra eine berndeutsche Geschichte ins Hochdeutsche übersetzt. Zudem gibt es verschiedene Rätsel. «Damit nicht nur die Kleinsten, sondern auch ältere Kinder und Erwachsene gefordert sind», meint Barbara Lang. Rund zwölf Stationen gibt es auf dem 1,8 Kilometer langen Weg.

Samichlaus und Chor der Volkshochschule treten auf
Eröffnet wird der Laternenweg am Samstag, 29. November. Bis Ende Jahr ist er jeweils am Freitag, Samstag und Sonntag, von 17.30 bis 21.30 Uhr geöffnet. Das Laternenbeizli lädt jeweils am Freitag und Samstag zum gemütlichen Miteinander ein. Zudem sind Anlässe geplant, am 6. Dezember besucht der Samichlaus das Beizli, am 19. Dezember singt der Chor der Volkshochschule. Die Organisatorinnen hoffen, an den Erfolg des Lichterwegs anknüpfen zu können. Dabei geht es nicht um finanziellen Gewinn.«Sondern darum, der Bevölkerung etwas zu bieten, den Kleinen und den Grossen», betont Barbara Lang. Dass sich der Verein präsentieren könne, sei ein schöner Nebeneffekt. «Und wenn durch den Beizli-Betrieb die Unkosten gedeckt werden können, freuen wir uns natürlich auch.» Die Vorbereitungen zum ersten Laternenweglaufen auf Hochtouren. Die Laternen sind gesägt, erste Einkäufe fürs Beizli gemacht. Werbeblachen und so weiter sind gestaltet. Geschichte und Rätsel müssen noch finalisiert und Werbung gemacht werden. «Die To-do-Liste wird aktuell kaum kürzer», meint Barbara Lang und lacht. Die Arbeit mache Spass. «Ich organisiere gerne. Etwas auf die Beine zu stellen, was den Leuten Freude bereitet, das erfüllt uns alle.» Entsprechend gross ist die Vorfreude darauf, wenn es am 29. November losgeht.

Sonntagsbrunch im Murimoos

Murimoos, jeden Sonntag 2025 ab 9:00 bis 11:30 Uhr.

Ausgiebig Schlemmen mit der ganzen Familie Die kommenden kälteren Tage bei einem gemütlichen Sonntagsbrunch im Café Moospintli geniessen.

Freiämterweg

Freiamt, ganzjährig begehbar

Der regionale Natur- und Kulturwanderweg Ausgeschildert mit den hellbraunen Kultur-Wanderwegweisern mit der entsprechenden Orts- und Freiämter-Wappen. Über 50 Informationstafeln informieren den Gast zu Geschichte, Geografie und Sehenswürdigkeiten.

Die Sommerferien versüsst mit dem Ferienpass

Dietwil
48 Schülerinnen und Schüler der ersten bis sechsten Klasse haben sich für den Ferienpass einge­ schrieben. In der ersten Augustwoche durften sie an den unterschiedlichsten Kursen teilnehmen.

Sechs engagierte Frauen aus dem Dorf organisieren bereits seit über zehn Jahren eine Ferienpasswoche für die Schüler. Auch dieses Jahr standen viele Ideen im Raum, und so organisierte das gut vernetzte Team unterschiedli­che Kurse. Es wurde gebastelt mit allen möglichen Materialien, tierische Erleb­nisse auf dem Ponyhof, dem Bauernhof oder im Tierpark genossen, Sportarten ausprobiert wie Golf, Bogenschiessen oder Seilziehen. Das sind nur einige aus der kunterbunten Vielfalt. Die inte­ressierten Kinder konnten sich ein­schreiben und für den bezahlten Bei­trag je acht Kurse wählen. Insgesamt konnten 26 Kurse durchgeführt wer­den, die einen aufgrund des grossen Andrangs sogar mehrfach.
Drei dieser Kurse, die alle in Dietwil auf dem Schulhausplatz durchgeführt wurden, beweisen auf liebenswerte Art und Weise, wie viel Freude das Enga­gement des Ferienpassteams möglich macht.

Rund ums Velo
Hochkonzentriert und voll bei der Sa­che waren die sieben Jungs, die am Veloflickkurs teilnahmen. Um den Tisch herum waren sie geschart und schauten dem Profi zu, wie er einen Velopneu von der Felge nahm und den Schlauch ersetzte. «An diesem Kurs lernen die Kinder zum einen die Grundbegriffe des Velos. Wie funktio­niert der Antrieb, wie stelle ich die Übersetzung ein, was ist zu tun, wenn die Kette herausfällt oder ein Pneu platt ist», informiert Fredy Ceccon vom Velofachgeschäft, das den Kurs durch­führte.
Die Kinder lernten, wie ein Loch im Pneu oder Schlauch geflickt werden kann, wie man ein Velo richtig hinle­gen soll, wenn es keinen Ständer hat und natürlich auch, wie man es richtig aufpumpen soll.
Mit Velos aus dem Fachgeschäft durften sie einen Parcours abfahren. «Das haben die Fahrradhändler aufge­baut», erzählte die Betreuerin vom Fe­rienpass, Cecile Wieldraaijer. «Meine Mutter wollte, dass ich diesen Kurs besuche. Ich hätte nicht gedacht, dass es so cool ist», meint einer der Schüler. «Mein Velo war einmal kaputt und mein Vater hat es repariert. Und nächs­tes Mal muss ich es reparieren. Jetzt kann ich das», sagte ein weiterer klei­ner Kursbesucher.

Makramee-Schlüsselanhänger
Sie sassen um den Tisch und hörten aufmerksam zu. Die Knüpfkursleiterin Corina Rogger hatte, das benötigte Ma­terial mitgebracht. Da lagen grosse, unterschiedlich farbige Garnrollen auf dem Tisch. «Es braucht schon etwas dickeres Garn für einen Schlüsselan­hänger>>, wusste auch die Ferienpass­Verantwortliche vor Ort, Cindy Schwar­zenberger. Diverse fertig geknüpfte Anhänger zur Ansicht, einige Scheren und Kämme, Malerklebeband sowie Karabinerhacken lagen auf dem Ar­beitstisch. Mit zwei langen Garnfäden startete das Abenteuer in die alte orientalische Knüpfkunst. Die Farb­auswahl war individuell und der erste Knoten einfach erklärt: «Eine Vier le­gen, unten durch und oben drüber, die Chili-Fäden straff halten und wenn möglich immer gleich fest anziehen.»

« Diese Woche voller
spannender Kurse ist so
wertvoll für die Kinder.»
IRIS ROHRER, FERIENPASS-TEAM

Wer das versteht, ohne es gesehen zu haben, der ist super. Die flinken Hände hielten das Garn, und flugs war der erste gezwirbelte Anhänger fertig. «Er ist so gedreht, weil wir den Knoten immer auf derselben Seite machten.» Insgesamt konnten die Schüler, je nach Arbeitstempo vier bis fünf Anhänger machen mit dem Abschlussknoten und mit ausgekämmten Fransen. Der ein­zige Junge neben den sieben Mädchen meinte: «AJso einen mache ich für Mami, einen anderen für den Velo­schlüssel.» Es wurde auch rege darü­ber diskutiert, wie lange die geknüpfte Sache denn werden könne, damit das auch noch in der Hosentasche Platz hat.

Blumengestecke
Zwei Kurse fanden direkt hintereinan­der statt. Jeweils sechs Mädchen wur­den in die Geheimnisse des Blumen­steckens eingeweiht. Die anwesende Kursleiterin und Floristin, Carla Elmi­ger, zeigte geduldig, welche Arbeits­schritte zu tun sind. Zur Verfügung standen diverse grüne Blätter für den Rand, Blumen wie zum Beispiel Lö­wenmäulchen, Steinnelken, Sonnen­blumen, Hortensien oder Dalien in leuchtenden Farben. Die Kreationen durften sich sehen lassen.
Als zweite Arbeit durften die Mäd­chen einen Loop mit Trockenblumen dekorieren. Dafür bekamen sie einen weissen Ring von zirka 15 Zentimeter Durchmesser, Deko-Floristik-Schnur und trockene Blüten und Blätter wie Lavendel, Eukalyptus, Schleierkraut und weitere.
«Der fertige Loop eignet sich als Deko zum Aufhängen und kann jahre­lang schön bleiben.» Die grösseren Schülerinnen, die nun den Übertritt in die Oberstufe machen, meinten zum Kurs: «Ich mache mir jetzt schon Ge­danken darüber, was ich mal werden will. Etwas mit Blumen oder Tieren würde mir gefallen. Darum habe ich jetzt diesen Kurs gewählt.» Oder: «Blu­men sind meine Lieblingspflanzen, da­rum mache ich diesen Kurs.»
Iris Rohrer vom Ferienpassteam ist überwältigt von der gelungenen Wo­che. «Dank den vielen spontanen Spon­soren konnten wir spannende Kurse anbieten. Das ist so wertvoll für die Kinder.»

Kulturhaus Küngsmatt feierlich eingeweiht

Bei hochsommerlichen Temperaturen wurde am 14. Juni 2025 das Kulturhaus offiziell eingeweiht – mit Musik, Apéro und einem Brunnen aus der Eiszeit. Einst als kleines Projekt angedacht, strahlt es heute als kultureller Treffpunkt.

«Luzern hat das KKL, wir die Miniaturform davon – unser Kulturhaus.» Mit spürbarem Stolz eröffnete Gemeinderat Pius Vogel um kurz nach 10 Uhr die Feierlichkeiten im festlich geschmückten Küngsmattsaal. Die ganze Bevölkerung war eingeladen, gemeinsam anzustossen und die Räumlichkeiten zu besichtigen. 17 Jahre sind vergangen, seit der Grundstein zur Neugestaltung des Areals Ammannsmatt-Küngsmatt gelegt wurde. Im Rahmen eines Architekturwettbewerbs setzte sich damals das Projekt «Trifolium» des Architekten Stefan Häuselmann durch – ein Entwurf, der seither etappenweise verwirklicht wurde.

Gemeinschaftsprojekt
«Anfänglich wollten wir als Besitzerin der Parzelle ein eigenes, kleineres Projekt realisieren», erinnerte sich Josef Villiger, Vertreter der Katholischen Kirchgemeinde, in seiner Ansprache. «Wir merkten aber schnell, dass unsere Mittel dafür nicht ausreichen würden.» So suchte man die Partnerschaft mit der Einwohnergemeinde, und gemeinsam entwickelte man das rund 14-Millionen-Franken-Bauvorhaben. Gemeindeammann Josef Huwiler lobte die enge Kooperation: «Das ist mehr als eine Win-Win-Situation. Es hält uns zusammen.»

Der pinkfarbene Schlüssel
Auch Architekt Stefan Häuselmann zeigte sich bewegt und dankbar für das langjährige Vertrauen, das ihm entgegengebracht wurde. Bereits 2013 konnte er im Rahmen desselben Projekts die Mehrzweckhalle Ammannsmatt realisieren. Mit dem neuen Kulturhaus ist nun ein weiterer Meilenstein vollendet. Symbolisch überreichte er den Bauherren pink verpackte Bücher in Form eines Schlüssels – sein Beitrag zur Bibliothek und ein augenzwinkernder Verweis auf die pinkfarbenen Wände der Garderoben in der Mehrzweckhalle, die damals für reichlich Gesprächsstoff gesorgt hatten.

Fortsetzung im Anzeiger Oberfreiamt, Ausgabe vom 20. Juni 2025, Seite 2

Netzwerkanlass Auenrenaturierung Reussegg

Der Netzwerkanlass bei der Aue Reussegg mit anschliessendem Apéro riche beim Hestar Hof Heller war ein voller Erfolg.
Gesamprojektleiter von Kanton und Pro Natura Aargau nahmen uns auf eine Führung mit und stellten das Auenprojekt «Renaturierung Sins Reussegg» vor. Die Renaturierung und das Schaffen von dynamischen Lebensräumen ist nicht nur sinnvoll, sondern sieht auch grossartig aus. Eine echte Perle im Freiamt. Wir danken für die rege Teilnahme.

Eine Region voller Perlen

Abschluss der Mitmach-Aktion «Entdecke Freiamt.Mittendrin»

Von Juli bis November war reger Betrieb rund um das regionale Impulsprogramm «Freiamt. Mittendrin»: Perlen suchen, Wettbewerbe mitmachen, sich in der Community austauschen – so durfte die Bevölkerung auf verschiedenen Kanälen die Region inspirierend erfahren.

Die öffentliche Sammlung sogenannter Perlen im Rahmen der Kampagne «Entdecke Freiamt.Mittendrin» hat gegen 80 Beiträge erreicht. Aus diesen Einsendungen aus der Bevölkerung wurden zum Abschluss der Kampagne drei Gewinner ausgelost, die mit Preisen beglückt werden. Der Regionalplanungsverband Oberes Freiamt als Organisator freut sich darüber, vielseitige Preise wie Wanderführer, Konzerttickets oder Gutscheine aus der Region verteilen zu dürfen.

Perlensammlung bleibt bestehen

Von Aussichtspunkt über Ausstellung bis Veranstaltung: Unvergessliche Erlebnisse und attraktive Örtlichkeiten sind bequem auf der Website www. freiamt-mittendrin.ch abrufbar. Die während der Kampagne gesammelten Perlen bleiben auf der Website als zentrale Plattform für die Bevölkerung noch eine Zeit lang öffentlich zugänglich. Ein Besuch lohnt sich.

Posts, Storys und Reels – liken, kommentieren und swipen. Dies heisst es seit Juli auch für das Obere Freiamt. Auf Instagram, Facebook und LinkedIn zeigt sich das Impulsprogramm «Freiamt.Mittendrin» in Social-Media-Manier lebendig, vielfältig und sympathisch wie in real. Diese Plattformen bieten ideal die Möglichkeit zum Austausch und laden unter @freiamt.mittendrin zum Vernetzen und Inspirieren ein.

Ein Hoch auf das Obere Freiamt

Zum Impulsprogramm ziehen die Organisatoren ein positives Fazit und danken allen Beteiligten. Der Blick zurück auf die Aktion «Entdecke Freiamt.Mittendrin» gefällt: Zahlreiche neue Impulse wurden vermittelt, welche die Region Oberes Freiamt beziehungsweise ihre Bevölkerung freudig aufgenommen und sich durch die rege Beteiligung von der echten, abwechslungsreichen und faszinierenden Seite gezeigt haben. Ein Gewinn für alle.