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Bereich: Arbeiten

Künftig im Trockenen entsorgen

Neues Recycling Auw entsteht am alten Standort gegenüber dem Feuerwehrlokal

Nach einem Unwetterschaden erstellt die Gemeinde Auw eine neue, zeitgemässe Recyclinganlage. Nun ist der Bau auf der Zielgeraden. Wenn das Wetter es erlaubt, wird im April die zweckmässig eingerichtete Recyclinghalle eröffnet. 2021 zog ein heftiges Unwetter mit Hagelsturm über die Gemeinde Auw hinweg. Tennisball-grosse Hagelkörner zerstörten das Dach. Die Halle war einsturzgefährdet. So wurde die Recyclinghalle, welche 2013 in Betrieb genommen worden war, geschlossen. Der Vorplatz diente künftig als Provisorium für das dörfliche Recycling. Gemeinderätin Katja Zimmermann beschreibt die Situation: «Offen, draussen, Wind und Wetter ausgesetzt.» Sie sei regelmässig mit ihren Kindern und dem Leiterwagen am Mittwochnachmittag entsorgen gegangen. In dieser Zeit habe man einfache Materialien wie Karton, Papier, Büchsen und Flaschen entgegengenommen.

Erfahrung mit Abfallsündern gemacht

Da die Fläche offen und ungeschützt war, hätte man jederzeit seinen Abfall deponieren können. Eine Tafel hat die Nutzungszeiten bekannt gegeben. Erfreut zeigt sich Zimmermann, dass das Einhalten der Nutzungszeiten sehr diszipliniert gehandhabt wurde. «Bis auf einmal», sagt sie. An einem Abend sei es dann passiert. Ein Traktor mit Anhänger sei vorgefahren und habe Bauschutt abgeladen. Niemand kannte die Person oder den Traktor. Bis heute sei ungeklärt, «wer das gewesen ist», sagt Zimmermann. Die Gemeinde habe damals teuer für die Entsorgung bezahlt. Sie haben in dieser Zeit ebenfalls erlebt, dass auch Auswärtige die offene Situation der Entsorgung nutzten. Mit der neuen Halle wird sich dies ändern. Nach vier Jahren Planungsund Bauzeit wird diese im Frühling den Betrieb aufnehmen. Während dieser Zeit konnte die Bevölkerung in Sins entsorgen. 2022 wurde Katja Zimmermann in den Auwer Gemeinderat gewählt. Die neuen Grundgebühren vertrat sie als erstes Geschäft an der Gemeindeversammlung. Dies sei auch einer der Gründe, warum sie trotz Ressortwechsel dieses Projekt bis zur Eröffnung führt. Die Eröffnung ist auf Anfang April geplant, sie ist jedoch von den Temperaturen abhängig. Sobald es möglich werde, wird der neue Bodenbelag gegossen. Dieser benötigt eine längere Warmwetter-Phase. Die Bauherrschaft des Konsortiums Grossäcker war schon bei der alten Halle Vermieter.

Planungszeit mit Hindernissen

Sie ist auch Vermieter der neuen Halle, welche vis-à-vis des Feuerwehrmagazins steht. «Vier Jahre sind eine lange Zeit der Realisation», sagt sie dazu. Es hätten verschiedene Faktoren dazu geführt, dass es diese Zeit benötigt hat. Zum einen musste sich der Eigentümer entscheiden, welche Art Halle er erstellt. Weiter haben sich in dieser Zeit die gesetzlichen Bedingungen für ein Flachdach dieser Grösse verändert. Dieses muss jetzt mit einer Photovoltaikanlage versehen werden. Dafür musste ein Abnehmer für die erzeugte Energie gefunden werden. Dies ist nun alles geregelt.

Halle vor der Fertigstellung

Zurzeit wird die Halle im Inneren fertiggestellt, die Vertiefungen für die Mulden sind bereits sichtbar und die Flächen für die Parkfelder zur einfachen Zu- und Wegfahrt sind auch bereits ersichtlich. An drei Halbtagen wird die kostenlose Entsorgung von alltäglichen Materialien wie Alteisen/Metall, Dosen, Kaffeekapseln, Papier, Textilien möglich sein. Man wird auch kostenpflichtige Materialien abgeben können. Dazu gehören unter anderem Sperrgut, Mischabbruch, Altöl oder beispielsweise Sonderabfälle wie Farben. Detailliert wird die Gemeinde darüber informieren.

Grundgebühr steigt mit der Eröffnung

Durch den Neubau der Anlage und die Verpflichtungen für den Unterhalt der neuen Abfallentsorgung haben sich Kosten ergeben. Die Gemeinde hat bereits einer Erhöhung der Grundkosten zugestimmt. Ab der Eröffnung der neuen Recyclinganlage wird die Grundgebühr von 90 auf 105 Franken ansteigen. Auw wird auch künftig mit einem Anbieter für Entsorgung zusammenarbeiten. Wenn andere Gemeinden sich
dafür interessieren, wäre die Gemeinde Auw offen. Doch vorerst ist für Zimmermann klar: «Wir starten mal und schauen, wie es läuft.» Sie stellt immer wieder fest, wie wichtig es der Bevölkerung ist, fachgerecht entsorgen zu können. Es freut sie umso mehr, dass nun die Möglichkeit im Dorf besteht. Und sie freut sich darauf, dass die Bevölkerung und sie künftig wieder im «Trockenen» entsorgen können.

Die neue Recyclinghalle wird jeweils am Montag und Mittwoch von 13 bis 18 Uhr sowie am Samstag von 8 bis 12 Uhr geöffnet sein.

Zwei ganz andere Gefühlslagen – Bronzepartner Bäckerei Kreyenbühl

Bei der Bäckerei Kreyenbühl wird gebaut – die neue Konditorei und an der Zürcherstrasse

Einst war es die alte Bäckerei ihrer Vorgänger. Nun bauen Regula und Buki Kreyenbühl dort unter anderem eine neue Konditorei. Im Oktober soll das Bauprojekt fertig sein. Während dieses für Freude sorgt, löst die erneute Baustelle an der Zürcherstrasse mehr Sorgen aus.

Noch ist eine Weitergabe des Betriebes nicht konkret. Und trotzdem ist die Tatsache im Hinterkopf. Buki Kreyenbühl ist 60-jährig, die Pensionierung rückt immer näher. «Wir wollen bereit sein. Der Betrieb soll so aufgestellt sein, dass er überhaupt übernommen werden kann», sagt er. Dazu gehört eine Infrastruktur, die zeitgemäss ist. «Der Markt ist in den letzten Jahren und Jahrzehnten nicht einfacher geworden.» Kreyenbühl spricht die Bäckereien an, die schliessen. Er meint damit aber auch die Konkurrenz von Tankstellen, die stetig wächst, oder die Wertschöpfung, die in der Lebensmittelbranche immer knapper wird. «Wir wollen das tun, was in unserer Hand liegt, damit diese Bäckerei eine Zukunft hat», sagt Regula Kreyenbühl. Und dazu gehört in ihren Augen, einen Investitionsstau zu verhindern. Denn seit die Kreyenbühls die Bäckerei führen, ist sie stetig gewachsen. 14 Mitarbeitende waren es, als sie 2002 übernahmen, jetzt sind es 28 Vollzeitstellen, verteilt auf 42 Mitarbeitende – im ganzen Betrieb, samt Café und Verkaufsladen in Auw. Nicht nur personell hat die Bäckerei zugelegt. «Das Produktsegment wurde breiter, gerade auch im Spezialitätenbereich», sagt Buki Kreyenbühl. Dass als Folge davon die Platzverhältnisse im Gebäude an der Zürcherstrasse immer enger wurden, liegt auf der Hand. «Auch einige Abläufe sind suboptimal. Wir stehen einander manchmal regelrecht auf den Füssen herum.» Mehr Platz helfe – in allen Belangen, auch um ein attraktiver Arbeitgeber zu sein.

Im Oktober bezugsbereit

2022 startete die Planung. «In unseren Köpfen schon viel vorher», gesteht Regula Kreyenbühl. Die Familie Stöckli, von der sie die Bäckerei übernahmen, buk einst in diesem Gebäude, bevor sie 1978 einen Neubau realisierten, wo die Bäckerei Kreyenbühl jetzt zu Hause ist. «Wir waren froh, als es im Oktober dann wirklich losging», sagt Regula Kreyenbühl. Wie viele Hürden das Projekt nehmen muss, wie lange ein solcher Prozess dauern kann – «wir haben das unterschätzt». Zwischendurch kamen Zweifel auf. «Aber wir blieben mit Herzblut und Leidenschaft am Ball. Das braucht es als Unternehmer sowieso immer», weiss Buki Kreyenbühl. Mit dem Baufortschritt sind sie sehr zufrieden. «Trotz der engen Platzverhältnisse. Wir dürfen auf ein Top-Handwerker- Team zählen und erfahren auch von den Nachbarn viel Verständnis.» Die Stimmung sei bestens, auch auf der Baustelle. Im Oktober soll das dreigeschossige Gebäude fertig sein. Im Erdgeschoss wird die Produktion untergebracht. «Vor allem der süsse Bereich», erklärt Buki Kreyenbühl. Desserts, Gebäck, Schokoladenkreationen – das entsteht künftig im Neubau. Im Obergeschoss sind Räumlichkeiten für die Mitarbeitenden geplant. «Auch hier braucht es dringend Verbesserungen. Wie gesagt, wir wollen ein attraktiver Arbeitgeber sein. Und müssen es in der angespannten Situation des knappen Fachpersonals auch sein», sagt Regula Kreyenbühl. Im Dachgeschoss finden Büroräumlichkeiten Platz. Gebaut wird aber nicht nur beim neu entstehenden Haus, sondern auch in der jetzigen Bäckerei. Ein Durchbruch soll es der Kundschaft ermöglichen, vom Laden direkt einen Einblick in die Bäckerstube zu erhalten. Zudem ist ein neues Mehlsilo geplant. «Das alles bei laufendem Betrieb. Das wird sicher herausfordernd, bisher läuft aber alles wie gewünscht», sagt Regula Kreyenbühl.

40 Prozent weniger Umsatz

Die positive Stimmung kippt schnell, wenn die Kreyenbühls auf die zweite Baustelle angesprochen werden, die sie aktuell tangiert. Weil die SBB-Unterführung an der Zürcherstrasse saniert wird und die Zürcherstrasse nur im Einbahn-Regime befahren werden kann, kämpfen sie mit den Umsatzzahlen. «Bis zu 40 Prozent weniger», spricht Buki Kreyenbühl Klartext. «Gleich viel wie vor neun Jahren, als die Strasse saniert wurde.» Und genau da liegt der Hauptpunkt ihres Unmutes. «Strassen müssen saniert werden, Unterführungen auch. Das ist nun mal so. Dass es dich während deiner Zeit als Unternehmer einmal stark tangiert, auch das kann passieren. Aber innert neun Jahren zweimal, da hört es mit dem Verständnis auf.» Diese Einbussen bleiben nicht ohne Folgen. Kurzarbeit war ein Thema, wird aber nicht bewilligt. Im Verkauf am Standort Zürcherstrasse mussten darum drei Mitarbeitende entlassen werden. «Wir hoffen, das wir so durchkommen», sagt Buki Kreyenbühl. Die Unterstützung der Mitarbeitenden sei gross, das Verständnis auch. Anders nehmen es die Kreyenbühls von anderen Seiten war. «Es ist erstaunlich, dass viele Leute nicht realisieren, was diese Baustelle bei der Unterführung für unser Unternehmen bedeutet», sagt Regula Kreyenbühl. Andere Gewerbetreibende, Behörden – sie würde sich mehr Verständnis wünschen.

Ideen für mehr Sichtbarkeit

Ohnmacht und Frust, das sind Gefühle, mit denen Regula und Buki Kreyenbühl die aktuelle Situation beschreiben. «Es tut weh, dass es durch äussere Einflüsse schwieriger ist, unseren Betrieb weiterzuentwickeln. » Aber sie haben auch Ideen, die Sichtbarkeit trotz weniger guter verkehrstechnischer Anbindung zu erhöhen. Mit Holzofenbrot, das auf dem Parkplatz jeweils morgens gebacken wird. Mit mehr Aktivität in den sozialen Medien. Damit, künftig wieder mehr an Märkten im Dorf präsent zu sein. «Zudem sind wir sehr dankbar, auf eine Stammkundschaft zählen zu dürfen, die auch jetzt regelmässig zu uns kommt.» Wie den Kreyenbühls geht es allen betroffenen Gewerbetreibenden. «Wir sind im Austausch miteinander, versuchen einander zu unterstützen.» Eine Signalisation auf dem Egg-Kreisel mit Werbung für das ansässige Gewerbe, wurde vonseiten Kanton aber nicht bewilligt. «Wir kämpfen und hoffen, dass es nachher mit Baustellen an der Zürcherstrasse vorbei ist.»

Von neuen Spitex-Formen bis zur digitalen Vernetzung

Alters- und Gesundheitsarbeit stehen vor grossen Veränderungen. Am Altersforum in Sins wurden die neuesten Lösungsansätze diskutiert.

Alt werden ist nicht mehr wie früher. Alters- und Gesundheitsarbeit ist im Wandel. Ziel sind immer individuellere Lösungen für Seniorinnen und Senioren wie auch für ihre Pflegenden. Zudem soll diese Arbeit digital vernetzt sein, das verlangt der Bundesrat. Es sind grosse, wichtige Themen. Denen nimmt sich der Bezirk Muri aktiv an. Am 16. Altersforum wurden nun Gemeinden, Organisationen und Institutionen sowie Fachpersonen im Zentrum Aettenbühl in Sins auf den neuesten Stand gebracht. Ein spannendes Thema pickte sich Martin Abt, Präsident der Spitex Oberfreiamt, für sein Input- Referat heraus: pflegende Angehörige. «Gemäss den gesetzlichen Vorgaben ist es möglich, Angehörige in einer privaten Pflegesituation bei Spitexorganisationen für die Grundpflege anzustellen », schreibt Hampi Budmiger, Präsident der Fachgruppe Alter und Gesundheit im Vorstand des Regionalplanungsverbandes Oberes Freiamt, in einer Mitteilung. «Die Spitex Muri und Umgebung sowie die Spitex Oberfreiamt haben sich dieser Herausforderung angenommen und die entsprechenden Kriterien und Rahmenbedingungen erarbeitet.»
Der Anteil älterer Menschen wird in den kommenden Jahren weiter steigen, was zu einem erhöhten Bedarf an Gesundheitsleistungen führt – bei gleichzeitigem Fachkräftemangel. «Eine Zusammenarbeit zwischen öffentlich- rechtlichen und privaten Spitexorganisationen erscheint deshalb weiterhin sinnvoll», schreibt Budmiger, der auch Murianer Gemeindepräsident und GLP-Grossrat ist. «Gleichzeitig führen zusätzliche Leistungen zu höheren sogenannten Restkosten für die Gemeinden, welche im Auge behalten werden müssen.»

Die mögliche Lösung heisst Projekt «Ideal»
Auch die gesundheitspolitische Strategie des Bundesrates fand ihren Platz am 16. Altersforum in Sins. Diese fordert eine Stärkung der integrierten Versorgung, also eine Vernetzung von Ärzten, Spitälern, Therapierenden und Pflegenden. Dies, um die Zusammenarbeit zwischen ihnen allen im Gesundheitswesen zu verbessern. Auf kantonaler Ebene wird dieses Thema ebenfalls vorangetrieben: Die gesundheitspolitische Gesamtplanung des Kantons Aargau betont, dass integrierte Versorgung digital vernetzt, qualitativ hochstehend und finanzierbar sein muss. Die Gemeinden spielen dabei offenbar eine Schlüsselrolle, da sie dazu aufgefordert werden, das neue Modell aktiv mitzugestalten. Darum stellten Jeanette Bucher, klinische Projektleiterin im Spital Muri, und Patrick Ruoss von Ruoss Consulting das Thema genauer vor. Und sie präsentierten den erstenLösungsansatz dazu, das Projekt «Ideal». Das Wort stehe für integriert, digital, einfach, aufgehoben und lokal.

Integrierte Versorgung in der Region stärken
Verschiedene Akteure des Gesundheits- und Sozialwesens haben sich zur Projektgruppe «Ideal» zusammengeschlossen. «In den vergangenen Monaten hat die Projektgruppe mögliche Lösungsansätze erarbeitet, um die integrierte Versorgung in der Region gezielt zu stärken», schreibt Budmiger. Schwerpunkte seien die Optimierung der Koordination zwischen allen beteiligten Stellen, die Verbesserung der Orientierung für die Einwohnerinnen und Einwohner sowie der Aufbau eines übergeordneten, unterstützenden Anlaufpunkts.

Forum zum Thema «Mobilität im ländlichen Raum»

Muri Mobil sein. Das ist Alltag. Ob zu Fuss, im Auto, auf dem Velo oder im Zug. Mobil sein. Das verändert sich laufend. Im Furttal werden bald selbst fahrende Fahrzeuge getestet. Mobil sein. Das bringt Herausforderungen mit sich. Das wird am Wirtschaftsforum in Muri deutlich.

Wenig Platz. Dafür umso mehr Ansprüche. Es sind die immer gleichen Herausforderungen. Auch im ländlichen Gebiet. Reto Anderhub weiss, wovon er spricht. Er ist Gemeinderat in Hochdorf, leitete das Projekt «Entwicklung Südiareal». 84’000 Quadratmeter, direkt beim Bahnhof. Vor einigen Jahren hat die Gemeinde das Land gekauft. Aus dem einstigen Industriegebiet soll ein Ort werden, wo gelebt und gearbeitet wird. «Mit Verkehrsdrehscheibe», sagt Anderhub. Ein Ort also, wo möglichst alle Mobilitätsangebotezusammenkommen. «Bald geht es ans Eingemachte», sagt er. Grundlagen sind längst erarbeitet. «Mit der gesamten Bevölkerung. Das ist enorm wichtig. Ich bin überzeugt, was man bei der Mitwirkung investiert, lohnt sich am Schluss doppelt.» Es ist einer von vielen Ratschlägen, die an diesem Abend an die Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft aus dem Bezirk Muri gelangen. Denn geplant ist, dass für die Region eine Mobilitätsstrategie entwickelt wird. Wo soll es hingehen? Wo braucht es welches Angebot? Wie kann man Mobilität lenken? Es sind drei von ganz vielen Fragen, die darin abgebildet werden sollen. Pionier ist man dabei nicht. Im Fricktal oder im Zurzibiet wurden bereits solche Strategien erarbeitet. Dominik Kramer ist Sektionsleiter Gesamtverkehrsplanung beim Kanton Aargau. «Das Ziel ist ein funktionierendes System, das künftige Mobilitätsbedürfnisse von Bevölkerung und Wirtschaft abdeckt.» Dass das nicht so einfach ist, wie es tönt, weisser. Zumal dabei zwei Dinge besonders wichtig seien: Erreichbarkeit und planbare Reisezeit.

Voneinander lernen
Der Kanton Aargau hat eine Mobilitätsstrategie, basierend auf dem kantonalen Richtplan und dem Sachplan Verkehr. Und der Kanton hat einen Werkzeugkasten erstellt, mit dem Gemeinden und Regionen hantieren können.«Das Bestehende möglichst gut organisieren, Optimierungen definieren, priorisierte Verkehrsmittel festlegen», nennt er einige einzelne Schritte. Zusammengefasst sagt Kramer: «Nutzen Sie den Gestaltungsspielraum, es gibt ihn. Zwar nicht in allen Bereichen, aber er ist da.» Auch er betont das Miteinander.«Kommunikation und Partizipation.» Abschreiben von anderen Regionen, das gehe aber nicht. «Weil jede Region anders ist, ihre Eigenheiten hat», weiss Dominik Kramer. Aber voneinander lernen, dazu sei geraten. Vom Projekt in Hochdorf etwa. Gemeinderat Reto Anderhub erzählte von einer Vision, die man zusammen mit der Bevölkerung erarbeitet habe. «Immer wiederhaben wir den Planungsstand in die Mitwirkung gegeben und früh im Prozesseinen Slogan entwickelt.» Die Folge davon: das «Wir»-Gefühl. «Das haben wir zusammen entwickelt, es ist unser Projekt», fasst es Anderhub zusammen.«Darauf nehmen wir nun Bezug, wenn es konkret wird, und erhoffen uns viel davon.»

Technologie ist bereit – die Menschen auch?
Ähnliche Konklusionen präsentiert Julian Renninger. Und trotzdem geht das Input-Referat des SBB-Mitarbeiters im Bereich Personenverkehr, langfristige Angebotsplanung, in eine ganz andere Richtung. Sein Blick richtet sich auf2050 und noch später – hin zu selbstfahrenden Fahrzeugen, wie sie ab kommendem Jahr im öffentlichen Verkehrim Furttal als Pilotprojekt eingesetzt werden. «Damit die Menschen verstehen können, was das genau ist», sagt Renninger. Dass es funktioniert, das habe er in China gesehen und das zeigen Simulationen. «Bezahlbar ist es auch, mehr oder weniger», sagt er. 200Kilometer Strassen wurden im Furttalkartiert. Renninger ist überzeugt: «Diese Technologie wird kommen, gerade auch in ländlichen Gebieten, um die Versorgung bis in die Kapillaren des öffentlichen Verkehrsnetzes zu ermöglichen.» Und Renninger betont: «Diese Neuerung wird auch das Freiamt verändern. Ihr hier alle miteinander könntet was dafür tun, damit diese Veränderung zum Guten ist.» Was er konkret meint? «Nicht von Anfang an eine Abwehrhaltung einnehmen. Denn verändert hat sich die Mobilität immer.» Pferdekutschen, Eisenbahn, Autos. Das werde weitergehen. Für Julian Renninger ist aber klar, dass dies mit der bestehenden Infrastrukturgeschehen wird. «Mehr Strassen und Bahnlinien, das wird es nicht geben.» Ideen für Optimierungen hingegen schon. Er ist überzeugt, dass die Bahn viel mehr Kapazitäten stemmen könnte. «Wenn etwa alle Züge gleich schnell fahren.» Das Problem: Die einen Züge halten oft an, andere selten.«Es gilt abzuwägen: Will ich, dass die Bahn seltener fährt, dafür öfter anhält?» Auch hier: Fragen gibt es noch viele, Antworten werden in den nächsten Jahren kommen.

Potenzial des Langsamverkehrs– gerade auf dem Land
Veränderungen gibt es im Grossen –selbst fahrende Fahrzeuge sind ein Beispiel dafür. Veränderungen gibt es aber auch im Kleinen. Und dafür kämpft die Arbeitsgruppe «Mobilität und Ortsplanung» des Muri Energie Forums. Valérie Weibel betonte: «Im ländlichen Raum hat der Langsamverkehr viel Potenzial. Mit direkter und sicherer Infrastruktur kann dies freigesetzt werden.» Informieren, sensibilisieren, mitwirken – damit versuche die Arbeitsgruppe, den Stein ins Rollen zu bringen. Auch wenn es um die Tatsache geht, dass rund die Hälfte des Verkehrs in Muri hausgemacht ist –also von Murianerinnen und Murianern verursacht wird. «Es geht nichts, ohne dass die Menschen ihr Verhalten hinterfragen», ist ein Fazit, das Valérie Weibel an diesem Abend zieht. Wohin es in Sachen Mobilitätsstrategie im Bezirk Muri – und darüber hinaus– gehen wird, wird sich zeigen. Mit dem Wirtschaftsforum sind erste Themen angesprochen. Viele weitere werden folgen. Das «Wir» soll dabei grossgeschrieben werden, so wie es alle Referenten raten. Und wie es Hans-Peter Budmiger, Gemeindepräsident von Muri, sagt: «Wir wollen das Thema Mobilitätpositiv wahrnehmen und nicht nur als Dauerfrust.»

Den Fächer ganz weit öffnen

Mobilität im ländlichen Raum war das Thema am Wirtschaftsforum in Muri

Das Obere Freiamt wird eine Mobilitätsstrategie erarbeiten. Am Wirtschaftsforum fällt der Startschuss dazu.

Annemarie Keusch
Es ist ein spannendes und komplexes Thema zugleich. Weil ganz viele Ansprüche aufeinanderprallen – vom Langsamverkehr über den Individualverkehr, den öffentlichen Verkehr bis hin zum Werkverkehr. Auf den Schienen und den Strassen verkehren immer mehr Fahrzeuge, die Bevölkerung wächst. «Gleichzeitig wollen wir Lösungen, die mit Klimazielen einhergehen», nennt Franziska Borer Blindenbacher weitere Herausforderungen. Sie ist Projektleiterin beim Departement Umwelt, Verkehr und Energie und führt durch das Wirtschaftsforum. Hier sollen Vertreterinnen und Vertreter des Bezirks Muri sensibilisiert werden auf die vielen verschiedenen Aspekte – bis hin zu selbst fahrenden Fahrzeugen. Das Ziel ist es, sich nachher gemeinsam als Region auf den Weg zu machen, eine Mobilitätsstrategie auszuarbeiten. Hans-Peter Budmiger, Gemeindepräsident von Muri, ist überzeugt: «Die Mobilität muss uns beschäftigen, nicht nur wenn wir uns ärgern, weil wir im Stau stehen.» Alle Referenten sind sich an diesem Abend einig: Für eine gute Lösung müssen möglichst alle von Anfang an mit im Boot sitzen. Und was auch alle betonen: Es ist wichtig, den Fächer ganz weit zu öffnen.

SIGA25: Vorträge zu Gebäudemodernisierungund Eigenstromverteilung

Anlässlich der SIGA25 lud die Energie- und Umweltkommission Sins in Zusammenarbeit mit der Elektra Sins und der energieberatungAARGAU zu zwei spannenden Vorträgen ein. An beiden Tagen erwarteten die zahlreichen Besucherinnen und Besucher fundierte Informationen zu den Themen «Gebäudemodernisierung» und «Eigenstromverteilung».

Gebäudemodernisierung – mehr Komfort, weniger Energieverbrauch
Den Auftakt machten die beiden Energieberater Beni Wanzenried (Samstag) und Franz Ulrich (Sonntag) von der energieberatungAARGAU. In ihren Referaten zeigten sie auf, wie energetische Sanierungen zu einem spürbaren Gewinn an Wohnkomfort und zu deutlich geringeren Energiekosten führen. Sie erläuterten, wie Investitionen in die Gebäudehülle – etwa neue Fenster, Dämmung oder Dachsanierungen – sowie in effiziente Heizsysteme langfristig Energie und Geld sparen.

Im Zentrum stand dabei der strukturierte Fünf-Schritte-Prozess einer erfolgreichen Sanierung: Analyse, Strategie und Energiestandard, Massnahmen und Vorgehen, Umsetzung sowie Inbetriebnahme und Erfolgskontrolle. Besonders betonten die Referenten das Prinzip «Analyse vor Massnahmen» – denn nur wer den energetischen Zustand seines Hauses genau kennt, kann gezielt und wirtschaftlich investieren.

Die energieberatungAARGAU bietet dabei kompetente Unterstützung: von der neutralen Erstberatung bis zur Begleitung bei der Umsetzung sowie Informationen zu den aktuellen Förderprogrammen. So wird der Weg zur nachhaltigen Modernisierung klar und planbar. Interessierte erhalten weitere Informationen unter Telefon 062 835 45 40 oder per E-Mail an energieberatung@ag.ch.

Strom clever teilen – neue Wege der Eigenstromverteilung
Weiter referierte Albert Amstutz, Präsident der Elektra Sins, über die Chancen einer dezentralen und gemeinschaftlichen Energiezukunft. Unter dem Titel «Strom clever teilen – neue Wege der Eigenstromverteilung» zeigte er die Entwicklung von Eigenverbrauchsmodellen wie dem Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV), dem virtuellen ZEV (vZEV) und den Lokalen Elektrizitätsgemeinschaften (LEG) auf. Diese ermöglichen es, lokal produzierten Solarstrom gemeinsam zu nutzen, innerhalb von Quartieren zu handeln und dadurch Netzkosten zu senken.

Besonders die LEG, die ab 2026 gesetzlich verankert wird, gilt als zukunftsweisendes Modell: Stromproduzenten und -verbraucher können sich zusammenschliessen und Energie direkt austauschen. Das fördert nicht nur die regionale Wertschöpfung, sondern auch das Bewusstsein für eine nachhaltige Stromversorgung.

Amstutz ging zudem auf die Einspeiseoptimierung von Photovoltaikanlagen ein – ein Thema, das für viele Verteilnetz- und Anlagenbetreiber immer wichtiger wird. Durch intelligente Steuerungssysteme können Leistungsspitzen reduziert und das Stromnetz effizienter genutzt werden. Das Prinzip «Netzoptimierung vor Ausbau (NOVA)» sorgt dabei für eine faire und stabile Vergütung und trägt zur Netzstabilität bei – ein Gewinn für alle Beteiligten.

Veranstaltungshinweis
Für alle, die sich vertieft mit den Themen LEG und Einspeiseoptimierung von PV-Anlagen auseinandersetzen möchten, bietet die Elektra Sins am Donnerstag, 23. Oktober um 19.30 Uhr im Kulturhaus Sins eine Info-Veranstaltung an. Weitere Informationen folgen.

Bericht Anzeiger Oberfreiamt

Erfolgreicher Auftritt an der SIGA

Unter dem Label «Freiamt.Mittendrin»präsentierte sich der Regionalplanungsverband (Repla) Oberes Freiamt gemeinsam mit der Gemeinde Sins und dem Verein Erlebnis Freiamt mit einem attraktiven Stand an der SIGA25.Ein besonderes Highlight war der Wettbewerb, bei dem Besucherinnen und Besucher tolle Preise gewinnen konnten. Insgesamt nahmen 740 Personen am Wettbewerb teil.Dank der Informationsbroschüren und der hilfreichen Tipps der Standbetreuerinnen und -betreuer erfuhren viele Gäste spannende Fakten über die Region, zum Beispiel: Im oberen Freiamt sind rund 3’000 Unternehmen ansässig. Der Freiämter Kulturwanderweg umfasst mit all seinen Varianten beeindruckende 190 Kilometer. Die Gewinnauslosung fand durch die Glücksfee Nathalia Kaufmann am vergangenen Dienstag in Sins statt. Hier die glücklichen Gewinnerinnen und Gewinner: 1. Preis: Gutschein im Wert von CHF400.– vom Drei-Häuser-Hotel Caspar in Muri – gewonnen von Nadine Kreienbühl, Freudenberg 60, 5643 Sins 2. Preis: Persönliche Führung auf dem Freiämter Kulturwanderweg für die ganze Familie – gewonnen von SophieIneichen, Sentenhof, 5630 Muri AG 3. Preis: Gutschein für vier Eintritte ins Theater des Theatervereins Auw –gewonnen von Sebastian Huwiler, Kirchenfeldmatt 11, 5630 Muri AG4. Preis: Ein Exemplar des neuen Buchs «Sinser Dorfgeschichten» – gewonnen von Annemarie Markwalder, Chilegässli 12E, 8904 Aesch5. Preis: Zwei Kinoeintritte ins neue Cinepol in Sins – gewonnen von Conny Stecher, Steiggistrasse 10, 5644 Auw.

Bericht Anzeiger Oberfreiamt

Ende eines Kapitels – Das Schuhgeschäft REIEM Schuh Sins schliesst

Geschätzte Kundinnen und Kunden
Nach über 25 Jahren schliessen wir Ende 2025 unser geliebtes Schuhgeschäft Reiem Schuh Sins. Diese Entscheidung fiel uns nicht leicht, denn wir blicken auf aufregen­de Zeiten mit unvergesslichen Erlebnissen und schönen Begegnungen zurück.

Kleiner Rückblick
Als wir im März 2000 in unser Schuh­abenteuer starteten, waren wir uns nicht sicher, ob die Sinser Bevölkerung hinter uns stehen würde. Wir fragten uns, ob der Be­darf an hochwertigen Schuhen wirklich vor­handen ist. Mit grosser Freude durften wir jedoch viele wunderbare Menschen in un­serem Geschäft begrüssen und bedienen. Die strahlenden Kinderaugen, in die wir beim Verteilen von Ballons blicken durften, bleiben uns für immer in Erinnerung und versüssen uns jeden Tag.

Herzlichen Dank
Wir möchten Ihnen, liebe Kundinnen und Kunden, von Herzen für die jahrelange Kundentreue danken. Ein besonderer Dank gilt auch unserer langjährigen Mitarbeiterin Ursi Grüter, die mit unermüdlichem Einsatz unsere Kunden bediente. Mit ihrem exzel­lentem Überblick über unsere Artikel und der kompetenten Beratung sorgte sie stets für das Wohl unserer Kunden. Ihre Leiden­schaft und Hingabe für unseren Kunden­service waren eine grosse Bereicherung für unser Geschäft.

Wie geht es weiter?
Ab dem 25. August starten wir unseren Räumungsverkauf! Alle Artikel werden zu stark reduzierten Preisen verkauft. Freuen Sie sich auf ein grosses Herbst-Winterpro­gramm für die gesamte Familie- hier findet sicherlich jeder die passenden Schuhe zu absoluten Schnäppchenpreisen.
Wir freuen uns darauf, Sie noch einmal bei uns begrüssen zu dürfen, und hoffen, dass auch Sie einen tollen Schuh im Schluss­verkauf bei uns finden.

Herzliche Grüsse
Ihr Team von REIEM Schuh Sins
Bahnhofstrasse 3, 5643 Sins
info@reiem-schuh.ch
www.reiem-schuh .eh
Tel. 041 787 20 20

Ein Miteinander der Generationen

Am Samstag 24. Mai, steigt das erste Frühlingsfest in der Pflegimuri

Die Pflegi kennenlernen, ihre Gärten geniessen, einander treffen, der Musik lauschen und sich kulinarisch verwöhnen lassen. Das alles und noch viel mehr ist am ersten Frühlingsfest der Pflegi möglich. Die Organisatoren sind voller Vorfreude.

Auf einen Programmpunkt festlegen wollen sie sich nicht. Schliesslich gibt es ganz viele davon. Darum bleiben Thomas Weber, Leitung Kommunikation und Marketing, und Dennis Lehmann, Leiter Hotellerie, diplomatisch. «Wir freuen uns auf den gesamten Tag», sagt Lehmann. Es gebe viel zu
entdecken, und die Pflegi lade zum Verweilen ein. Weber hebt die Tatsache hervor, dass vier Generationen zusammenkommen. «Vom Kleinkind bis zu unseren Bewohnerinnen und Bewohnern. Wir hoffen, allen etwas zu bieten und dass alle Generationen in den Austausch kommen und miteinander feiern. »
Allen etwas zu bieten, das war den Organisatoren besonders wichtig. Und darum ist das Programm an Vielfalt kaum zu überbieten. «Vom Empfang bis unter den Dachsaal, vom Fürstabtgarten bis zum Löwen-Gebäude», betont Dennis Lehmann. Das Festgelände ist die gesamt Pflegi, samt Gärten. Für die Besucherinnen und Besucher gibt es also einiges zu entdecken. Die Kinder können beispielsweise Töpfe bemalen und auch gleich mit einem Setzling bestücken. «Dass im Höfli-Garten ganz viele Pro-Specie-Rara-Pflanzen wachsen, wissen nicht viele», weiss der Leiter Hotellerie. Ein Clown und ein Tischzauberer sind unterwegs. Eine Schnitzeljagd führt quer durch die Pflegi. Franz Hold, Präsident des Vereins Pflegimuri, erzählt aus der Geschichte. Die HR-Abteilung zeigt die Job-Vielfalt, die die Institution bietet.

Von «Blächreiz» bis Baumstriezel
Und auch im Bereich Unterhaltung und Gastronomie wird einiges geboten. Biergarten, Weinlounge, Kaffee und Kuchen. Ein Brunch am Vormittag – der einzige Programmpunkt, für den man sich anmelden muss. Vier Foodtrucks stillen den Hunger: Pizza, Flammkuchen, Burger, Chimney-Rolls. Auch Thomas Weber muss Letzteres googeln. Baumstriezel nennt es sich zu deutsch. Eine Art gefüllte Waffeln. Auch einen Glacestand gibts. Den Organisatoren ist wichtig, dass die gesamte Bevölkerung zum Zug kommt, aber vor allem auch die Bewohnerinnen und Bewohner. «Auch jene, die die Wohngruppen nicht verlassen können», sagt Thomas Weber. Ihnen bringe man kulinarische Köstlichkeiten vorbei. «Es sollen wirklich alle von diesem Frühlingsfest profitieren. Schliesslich findet das Fest für sie, mit ihnen und um sie herum
statt, quasi in ihrem Wohnzimmer.» Und die musikalischen Klänge werden in der ganzen Pflegi zu hören sein. «Blächreiz» aus Muri und «The Plagiators » aus Baden treten auf. «Bei hoffentlich schönem Wetter im Garten», sagt Thomas Weber. Aber für den ganzen Anlass gibt es natürlich einen Plan B, falls das Wetter nicht mitspielen sollte. Für alle etwas bieten. Unter dieser Vorgabe sind die Organisatoren um Dennis Lehmann vor einigen Monaten gestartet. Ideen sammeln, entscheiden, Datum festlegen. Seit Herbst laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. «Intensiv », so beschreibt es Lehmann. Weil eben kein Konzept aus der Schublade gezogen werden konnte. Weil alles neu ist. Vieles ist mittlerweile getan, das Programm steht, alle Abteilungen der Pflegi sind involviert. Die Suche nach freiwilligen Helferinnen und Helfern läuft, im Haus, aber auch darüber hinaus.

Offenheit auch leben
Den Basar durch das Frühlingsfest zu ersetzen, ist für Dennis Lehmann und Thomas Weber der richtige Schritt. Auch wenn beide noch nicht in der Pflegi tätig waren, als im November 2023 der letzte Basar stattfand. «Was gibt es Schöneres, als im Frühling ein solches Fest zu feiern? Wenn es blüht in unseren Gärten, wenn es hell und freundlich ist?» Lehmanns Frage lässt wenig Spielraum für Antworten offen.
Darum sei das Frühlingsfest ideal, damit sich die Pflegi präsentieren und öffnen kann. «Wir sagen immer, dass die Pflegi ein offenes Haus ist. Das wollen wir auch leben und zeigen», betont Thomas Weber. Denn, dass dieser historische Ort öffentlich zugänglich ist, sei nach wie vor nicht allen bewusst. «Nicht nur das Restaurant Benedikt, beispielsweise auch die schönen Parkanlagen », betont er.
Die Leute sollen selber erfahren, dass es schön ist in der Pflegi. «Irgendwann sind wir alle alt. Oder zuerst unsere Eltern und Grosseltern», sagt Weber. Am Frühlingsfest wolle man gross zeigen, was sonst eher im Kleinen bleibt: «Bei uns herrscht Leben.» Damit das am 24. Mai auch wirklich klappt, sind noch einige Aufwände zu leisten. «Es geht in die Details», sagt Dennis Lehmann. Die letzten Ecken und Kanten werden geschliffen, die Werbung und Kommunikation lanciert. Nach Ostern ist das detaillierte Programm auf der Pflegi-Homepage zu finden. Und Thomas Weber und Dennis Lehmann sind schon jetzt überzeugt: «Das wird ein tolles Fest.» Die Ära des Basars geht zu Ende, eine neue startet.