Skip to main content

Bereich: Anzeiger

Künftig im Trockenen entsorgen

Neues Recycling Auw entsteht am alten Standort gegenüber dem Feuerwehrlokal

Nach einem Unwetterschaden erstellt die Gemeinde Auw eine neue, zeitgemässe Recyclinganlage. Nun ist der Bau auf der Zielgeraden. Wenn das Wetter es erlaubt, wird im April die zweckmässig eingerichtete Recyclinghalle eröffnet. 2021 zog ein heftiges Unwetter mit Hagelsturm über die Gemeinde Auw hinweg. Tennisball-grosse Hagelkörner zerstörten das Dach. Die Halle war einsturzgefährdet. So wurde die Recyclinghalle, welche 2013 in Betrieb genommen worden war, geschlossen. Der Vorplatz diente künftig als Provisorium für das dörfliche Recycling. Gemeinderätin Katja Zimmermann beschreibt die Situation: «Offen, draussen, Wind und Wetter ausgesetzt.» Sie sei regelmässig mit ihren Kindern und dem Leiterwagen am Mittwochnachmittag entsorgen gegangen. In dieser Zeit habe man einfache Materialien wie Karton, Papier, Büchsen und Flaschen entgegengenommen.

Erfahrung mit Abfallsündern gemacht

Da die Fläche offen und ungeschützt war, hätte man jederzeit seinen Abfall deponieren können. Eine Tafel hat die Nutzungszeiten bekannt gegeben. Erfreut zeigt sich Zimmermann, dass das Einhalten der Nutzungszeiten sehr diszipliniert gehandhabt wurde. «Bis auf einmal», sagt sie. An einem Abend sei es dann passiert. Ein Traktor mit Anhänger sei vorgefahren und habe Bauschutt abgeladen. Niemand kannte die Person oder den Traktor. Bis heute sei ungeklärt, «wer das gewesen ist», sagt Zimmermann. Die Gemeinde habe damals teuer für die Entsorgung bezahlt. Sie haben in dieser Zeit ebenfalls erlebt, dass auch Auswärtige die offene Situation der Entsorgung nutzten. Mit der neuen Halle wird sich dies ändern. Nach vier Jahren Planungsund Bauzeit wird diese im Frühling den Betrieb aufnehmen. Während dieser Zeit konnte die Bevölkerung in Sins entsorgen. 2022 wurde Katja Zimmermann in den Auwer Gemeinderat gewählt. Die neuen Grundgebühren vertrat sie als erstes Geschäft an der Gemeindeversammlung. Dies sei auch einer der Gründe, warum sie trotz Ressortwechsel dieses Projekt bis zur Eröffnung führt. Die Eröffnung ist auf Anfang April geplant, sie ist jedoch von den Temperaturen abhängig. Sobald es möglich werde, wird der neue Bodenbelag gegossen. Dieser benötigt eine längere Warmwetter-Phase. Die Bauherrschaft des Konsortiums Grossäcker war schon bei der alten Halle Vermieter.

Planungszeit mit Hindernissen

Sie ist auch Vermieter der neuen Halle, welche vis-à-vis des Feuerwehrmagazins steht. «Vier Jahre sind eine lange Zeit der Realisation», sagt sie dazu. Es hätten verschiedene Faktoren dazu geführt, dass es diese Zeit benötigt hat. Zum einen musste sich der Eigentümer entscheiden, welche Art Halle er erstellt. Weiter haben sich in dieser Zeit die gesetzlichen Bedingungen für ein Flachdach dieser Grösse verändert. Dieses muss jetzt mit einer Photovoltaikanlage versehen werden. Dafür musste ein Abnehmer für die erzeugte Energie gefunden werden. Dies ist nun alles geregelt.

Halle vor der Fertigstellung

Zurzeit wird die Halle im Inneren fertiggestellt, die Vertiefungen für die Mulden sind bereits sichtbar und die Flächen für die Parkfelder zur einfachen Zu- und Wegfahrt sind auch bereits ersichtlich. An drei Halbtagen wird die kostenlose Entsorgung von alltäglichen Materialien wie Alteisen/Metall, Dosen, Kaffeekapseln, Papier, Textilien möglich sein. Man wird auch kostenpflichtige Materialien abgeben können. Dazu gehören unter anderem Sperrgut, Mischabbruch, Altöl oder beispielsweise Sonderabfälle wie Farben. Detailliert wird die Gemeinde darüber informieren.

Grundgebühr steigt mit der Eröffnung

Durch den Neubau der Anlage und die Verpflichtungen für den Unterhalt der neuen Abfallentsorgung haben sich Kosten ergeben. Die Gemeinde hat bereits einer Erhöhung der Grundkosten zugestimmt. Ab der Eröffnung der neuen Recyclinganlage wird die Grundgebühr von 90 auf 105 Franken ansteigen. Auw wird auch künftig mit einem Anbieter für Entsorgung zusammenarbeiten. Wenn andere Gemeinden sich
dafür interessieren, wäre die Gemeinde Auw offen. Doch vorerst ist für Zimmermann klar: «Wir starten mal und schauen, wie es läuft.» Sie stellt immer wieder fest, wie wichtig es der Bevölkerung ist, fachgerecht entsorgen zu können. Es freut sie umso mehr, dass nun die Möglichkeit im Dorf besteht. Und sie freut sich darauf, dass die Bevölkerung und sie künftig wieder im «Trockenen» entsorgen können.

Die neue Recyclinghalle wird jeweils am Montag und Mittwoch von 13 bis 18 Uhr sowie am Samstag von 8 bis 12 Uhr geöffnet sein.

Alle Jahre wieder: «Sins im Advent»

Sins Am letzten Samstag und Sonntag öffneten die Gewerbetreibenden ihre Türen. Einkaufen, bummeln,
degustieren und geniessen stand im Vordergrund. Der Fackelzug war ein Publikumsmagnet.

Bei strahlendem Sonnenschein und stahlblauem Himmel startete der Wochenendanlass am Samstagnachmittag. Bereits zum 24. Mal jährte sich dieser Brauch und sorgte für einen stimmungsvollen Start in die Adventszeit. «Sins im Advent» bedeutet auch, die Gewerbetreibenden nehmen sich Zeit für Gespräche mit den Menschen. Sie bedanken sich so für die Kundentreue. Geniessen mit allen Sinnen Am Samstag zwischen 14 und 21 Uhr und am Sonntag zwischen 11 und 16Uhr waren die Läden oen. Die Gewerbetreibenden scheuten keine Mühe, sich den Kundinnen und Kunden auf sympathische Art und von ihrer besten Seite zu präsentierten. Der Duft von Glühwein, Lebkuchen und vielen weiteren Köstlichkeiten lag in der Luft. Wer mit Hunger kam, konnte sich bei der grossen Auswahl an Genussmöglichkeiten nur schwer entscheiden. Soll es ein Raclette von der Feuerschale sein oder ein Käsefondue in stilvoller Atmosphäre im «Sprützehüsli», oder doch lieber eine Portion Mah-Mee, ein Stück Pizza aus dem Holzofen oder Bratwurst vom Grill? Auch warme Getränke wurden angeboten: Kaffee mit und ohne Geist, Glühwein, Punsch, dazu mal ein Stück Lebkuchen.

Für Gross und Klein
Nebst der breiten kulinarischen Auswahl durften die Besucher auch die verschiedenen musikalischen Darbietungen geniessen. Die rhythmischen Schläge der Tambouren, die urchigen Alphornklänge und die unterschiedlichen Platzkonzerte sorgten für eine stimmungsvolle Zeit im Dorf. Auch die Besucher des Konzerts im Einhornsaal waren viele. «Der Saal war gestossen voll. Es war ein super Konzert», meinte eine Besucherin. Diverse Aktivitäten für die kleinenBesucher waren im Dorf verteilt. Siekonnten Pony reiten, Märchen lauschenoder eine Runde auf dem Karusselldrehen. Wer sich kreativ betätigenwollte, konnte Brottaschen bemalen,Kerzen ziehen oder Lebkuchenherzenverzieren. OK-Präsident Markus Burrimeinte: «Die Märli-Stube und die Ludothekwaren dieses Jahr neu beim Kulturhaus.Wir wollen künig auch dieKirchstrasse zwischen Einhorn-Kreisverkehrbis hinauf zum Kulturhaus etwas beleben, damit noch mehr Leute bis dorthin den Weg finden.»

Fackelumzug – immer beliebt
Der Verkehr wurde umgeleitet, die Strassenbeleuchtung erlosch, sogar bis in den Freudenberg hinauf. Die Geschäfte entlang der Luzernerstrasse löschten auch ihre Lichter, um so eine schummrige Atmosphäre zu schaffen. Dann, pünktlich um 18.40 Uhr startete der Fackelumzug, angeführt von den Tambouren der Tambourengruppe im Freiamt. Ihrem Rhythmus konnte man sich nicht entziehen. Mehr und mehr Leute säumten die Strasse. Den Tambouren folgten die «Trychlergruppe» Reussegg mit den «Geisslechlöpfern», dann kamen die Kinderlaternen. Als nächste Gruppe kam die äusserst eindrucksvolle «Iffele»-Gruppe Hünenberg, danach schritt der Samichlaus mit seinem Gefolge der Strasse entlang, ihm folgten die Mühlauer «Trychlergruppe» und zum Schluss eine Schar Fackeln tragender Kinder. Insgesamt waren plus/minus 100 Teilnehmer am Umzug. Zur grossen Freude der Gewerbetreibenden der Aarauerstrasse wurde der Umzug dieses Jahr bis auf die Höhe des Geschäfts von Ruedi Wey hochgezogen.

Das OK dankt
Peter Wolfisberg, Präsident des Gewerbevereins, und Markus Burri, OK Präsident von «Sins im Advent», sind äusserst zufrieden. «Wir konnten 32 Gewerbetreibende dafür begeistern. Ich bedanke mich bei ihnen recht herzlich für ihren Einsatz. Ebenso danke ich allen, die am letzten Wochenende dazu beigetragen haben, dass ein so schöner Einstieg in den Advent möglich war», meinte Burri auf Anfrage. Auch die Gewerbler waren zufrieden. Guido Waldispühl an seinem Stand beim Eingang zum Cherne, meinte: «Es hat richtig schön Leute, die unterwegs sind.»

Forum zum Thema «Mobilität im ländlichen Raum»

Muri Mobil sein. Das ist Alltag. Ob zu Fuss, im Auto, auf dem Velo oder im Zug. Mobil sein. Das verändert sich laufend. Im Furttal werden bald selbst fahrende Fahrzeuge getestet. Mobil sein. Das bringt Herausforderungen mit sich. Das wird am Wirtschaftsforum in Muri deutlich.

Wenig Platz. Dafür umso mehr Ansprüche. Es sind die immer gleichen Herausforderungen. Auch im ländlichen Gebiet. Reto Anderhub weiss, wovon er spricht. Er ist Gemeinderat in Hochdorf, leitete das Projekt «Entwicklung Südiareal». 84’000 Quadratmeter, direkt beim Bahnhof. Vor einigen Jahren hat die Gemeinde das Land gekauft. Aus dem einstigen Industriegebiet soll ein Ort werden, wo gelebt und gearbeitet wird. «Mit Verkehrsdrehscheibe», sagt Anderhub. Ein Ort also, wo möglichst alle Mobilitätsangebotezusammenkommen. «Bald geht es ans Eingemachte», sagt er. Grundlagen sind längst erarbeitet. «Mit der gesamten Bevölkerung. Das ist enorm wichtig. Ich bin überzeugt, was man bei der Mitwirkung investiert, lohnt sich am Schluss doppelt.» Es ist einer von vielen Ratschlägen, die an diesem Abend an die Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft aus dem Bezirk Muri gelangen. Denn geplant ist, dass für die Region eine Mobilitätsstrategie entwickelt wird. Wo soll es hingehen? Wo braucht es welches Angebot? Wie kann man Mobilität lenken? Es sind drei von ganz vielen Fragen, die darin abgebildet werden sollen. Pionier ist man dabei nicht. Im Fricktal oder im Zurzibiet wurden bereits solche Strategien erarbeitet. Dominik Kramer ist Sektionsleiter Gesamtverkehrsplanung beim Kanton Aargau. «Das Ziel ist ein funktionierendes System, das künftige Mobilitätsbedürfnisse von Bevölkerung und Wirtschaft abdeckt.» Dass das nicht so einfach ist, wie es tönt, weisser. Zumal dabei zwei Dinge besonders wichtig seien: Erreichbarkeit und planbare Reisezeit.

Voneinander lernen
Der Kanton Aargau hat eine Mobilitätsstrategie, basierend auf dem kantonalen Richtplan und dem Sachplan Verkehr. Und der Kanton hat einen Werkzeugkasten erstellt, mit dem Gemeinden und Regionen hantieren können.«Das Bestehende möglichst gut organisieren, Optimierungen definieren, priorisierte Verkehrsmittel festlegen», nennt er einige einzelne Schritte. Zusammengefasst sagt Kramer: «Nutzen Sie den Gestaltungsspielraum, es gibt ihn. Zwar nicht in allen Bereichen, aber er ist da.» Auch er betont das Miteinander.«Kommunikation und Partizipation.» Abschreiben von anderen Regionen, das gehe aber nicht. «Weil jede Region anders ist, ihre Eigenheiten hat», weiss Dominik Kramer. Aber voneinander lernen, dazu sei geraten. Vom Projekt in Hochdorf etwa. Gemeinderat Reto Anderhub erzählte von einer Vision, die man zusammen mit der Bevölkerung erarbeitet habe. «Immer wiederhaben wir den Planungsstand in die Mitwirkung gegeben und früh im Prozesseinen Slogan entwickelt.» Die Folge davon: das «Wir»-Gefühl. «Das haben wir zusammen entwickelt, es ist unser Projekt», fasst es Anderhub zusammen.«Darauf nehmen wir nun Bezug, wenn es konkret wird, und erhoffen uns viel davon.»

Technologie ist bereit – die Menschen auch?
Ähnliche Konklusionen präsentiert Julian Renninger. Und trotzdem geht das Input-Referat des SBB-Mitarbeiters im Bereich Personenverkehr, langfristige Angebotsplanung, in eine ganz andere Richtung. Sein Blick richtet sich auf2050 und noch später – hin zu selbstfahrenden Fahrzeugen, wie sie ab kommendem Jahr im öffentlichen Verkehrim Furttal als Pilotprojekt eingesetzt werden. «Damit die Menschen verstehen können, was das genau ist», sagt Renninger. Dass es funktioniert, das habe er in China gesehen und das zeigen Simulationen. «Bezahlbar ist es auch, mehr oder weniger», sagt er. 200Kilometer Strassen wurden im Furttalkartiert. Renninger ist überzeugt: «Diese Technologie wird kommen, gerade auch in ländlichen Gebieten, um die Versorgung bis in die Kapillaren des öffentlichen Verkehrsnetzes zu ermöglichen.» Und Renninger betont: «Diese Neuerung wird auch das Freiamt verändern. Ihr hier alle miteinander könntet was dafür tun, damit diese Veränderung zum Guten ist.» Was er konkret meint? «Nicht von Anfang an eine Abwehrhaltung einnehmen. Denn verändert hat sich die Mobilität immer.» Pferdekutschen, Eisenbahn, Autos. Das werde weitergehen. Für Julian Renninger ist aber klar, dass dies mit der bestehenden Infrastrukturgeschehen wird. «Mehr Strassen und Bahnlinien, das wird es nicht geben.» Ideen für Optimierungen hingegen schon. Er ist überzeugt, dass die Bahn viel mehr Kapazitäten stemmen könnte. «Wenn etwa alle Züge gleich schnell fahren.» Das Problem: Die einen Züge halten oft an, andere selten.«Es gilt abzuwägen: Will ich, dass die Bahn seltener fährt, dafür öfter anhält?» Auch hier: Fragen gibt es noch viele, Antworten werden in den nächsten Jahren kommen.

Potenzial des Langsamverkehrs– gerade auf dem Land
Veränderungen gibt es im Grossen –selbst fahrende Fahrzeuge sind ein Beispiel dafür. Veränderungen gibt es aber auch im Kleinen. Und dafür kämpft die Arbeitsgruppe «Mobilität und Ortsplanung» des Muri Energie Forums. Valérie Weibel betonte: «Im ländlichen Raum hat der Langsamverkehr viel Potenzial. Mit direkter und sicherer Infrastruktur kann dies freigesetzt werden.» Informieren, sensibilisieren, mitwirken – damit versuche die Arbeitsgruppe, den Stein ins Rollen zu bringen. Auch wenn es um die Tatsache geht, dass rund die Hälfte des Verkehrs in Muri hausgemacht ist –also von Murianerinnen und Murianern verursacht wird. «Es geht nichts, ohne dass die Menschen ihr Verhalten hinterfragen», ist ein Fazit, das Valérie Weibel an diesem Abend zieht. Wohin es in Sachen Mobilitätsstrategie im Bezirk Muri – und darüber hinaus– gehen wird, wird sich zeigen. Mit dem Wirtschaftsforum sind erste Themen angesprochen. Viele weitere werden folgen. Das «Wir» soll dabei grossgeschrieben werden, so wie es alle Referenten raten. Und wie es Hans-Peter Budmiger, Gemeindepräsident von Muri, sagt: «Wir wollen das Thema Mobilitätpositiv wahrnehmen und nicht nur als Dauerfrust.»

Stimmungsvoller Liechtliumzug in Oberrüti

Am Donnerstag, 6. November durfte das Elternforum Oberrüti zahlreiche Kinder, Eltern und Grosseltern zum ersten Liechtliumzug für Gross und Klein begrüssen. Bei nebligem Herbstwetter versammelten sich viele Familien mit ihren liebevoll gebastelten Laternen und Fackeln auf dem Schulhausplatz. Gemeinsam machten sich alle auf den Weg durch Oberrüti und weiter in den Wald. Der leuchtende Zug schlängelte sich durch die Dunkelheit, begleitet vom sanften Schein vieler Liechtli und vom fröhlichen Murmeln der Kinder. Besonders schön war, dass drei Kinder aus der Oberstufe und Primarschule den Umzug musikalisch mit traditionellen Räbeliechtli-Liedern begleiteten. Ganz im Sinne des Mottos «von Oberrüti, für Oberrüti». Gemütlicher Ausklang nach dem Spaziergang wartete beim Schulhaus ein gemütlicher Ausklang. Bei warmem Punsch und feinem Kuchen kamen Kinder, Eltern und Grosselternmiteinander ins Gespräch und liessen den Abend in geselliger Runde ausklingen. Die leuchtenden Augen der Kinder und die zufriedenen Gesichter der Erwachsenen zeigten, dass der erste, vom Verein Elternforum organisierte Lichtliumzug für Gross und Klein ein voller Erfolg war. Ein herzliches Dankeschön gilt allen Helfenden sowie der Gemeindekanzlei und dem Schulhausabwart von Oberrüti für die wertvolle Unterstützung und das Bereitstellen der Infrastruktur. Für das Elternforum Oberrüti:

SIGA25: Vorträge zu Gebäudemodernisierungund Eigenstromverteilung

Anlässlich der SIGA25 lud die Energie- und Umweltkommission Sins in Zusammenarbeit mit der Elektra Sins und der energieberatungAARGAU zu zwei spannenden Vorträgen ein. An beiden Tagen erwarteten die zahlreichen Besucherinnen und Besucher fundierte Informationen zu den Themen «Gebäudemodernisierung» und «Eigenstromverteilung».

Gebäudemodernisierung – mehr Komfort, weniger Energieverbrauch
Den Auftakt machten die beiden Energieberater Beni Wanzenried (Samstag) und Franz Ulrich (Sonntag) von der energieberatungAARGAU. In ihren Referaten zeigten sie auf, wie energetische Sanierungen zu einem spürbaren Gewinn an Wohnkomfort und zu deutlich geringeren Energiekosten führen. Sie erläuterten, wie Investitionen in die Gebäudehülle – etwa neue Fenster, Dämmung oder Dachsanierungen – sowie in effiziente Heizsysteme langfristig Energie und Geld sparen.

Im Zentrum stand dabei der strukturierte Fünf-Schritte-Prozess einer erfolgreichen Sanierung: Analyse, Strategie und Energiestandard, Massnahmen und Vorgehen, Umsetzung sowie Inbetriebnahme und Erfolgskontrolle. Besonders betonten die Referenten das Prinzip «Analyse vor Massnahmen» – denn nur wer den energetischen Zustand seines Hauses genau kennt, kann gezielt und wirtschaftlich investieren.

Die energieberatungAARGAU bietet dabei kompetente Unterstützung: von der neutralen Erstberatung bis zur Begleitung bei der Umsetzung sowie Informationen zu den aktuellen Förderprogrammen. So wird der Weg zur nachhaltigen Modernisierung klar und planbar. Interessierte erhalten weitere Informationen unter Telefon 062 835 45 40 oder per E-Mail an energieberatung@ag.ch.

Strom clever teilen – neue Wege der Eigenstromverteilung
Weiter referierte Albert Amstutz, Präsident der Elektra Sins, über die Chancen einer dezentralen und gemeinschaftlichen Energiezukunft. Unter dem Titel «Strom clever teilen – neue Wege der Eigenstromverteilung» zeigte er die Entwicklung von Eigenverbrauchsmodellen wie dem Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV), dem virtuellen ZEV (vZEV) und den Lokalen Elektrizitätsgemeinschaften (LEG) auf. Diese ermöglichen es, lokal produzierten Solarstrom gemeinsam zu nutzen, innerhalb von Quartieren zu handeln und dadurch Netzkosten zu senken.

Besonders die LEG, die ab 2026 gesetzlich verankert wird, gilt als zukunftsweisendes Modell: Stromproduzenten und -verbraucher können sich zusammenschliessen und Energie direkt austauschen. Das fördert nicht nur die regionale Wertschöpfung, sondern auch das Bewusstsein für eine nachhaltige Stromversorgung.

Amstutz ging zudem auf die Einspeiseoptimierung von Photovoltaikanlagen ein – ein Thema, das für viele Verteilnetz- und Anlagenbetreiber immer wichtiger wird. Durch intelligente Steuerungssysteme können Leistungsspitzen reduziert und das Stromnetz effizienter genutzt werden. Das Prinzip «Netzoptimierung vor Ausbau (NOVA)» sorgt dabei für eine faire und stabile Vergütung und trägt zur Netzstabilität bei – ein Gewinn für alle Beteiligten.

Veranstaltungshinweis
Für alle, die sich vertieft mit den Themen LEG und Einspeiseoptimierung von PV-Anlagen auseinandersetzen möchten, bietet die Elektra Sins am Donnerstag, 23. Oktober um 19.30 Uhr im Kulturhaus Sins eine Info-Veranstaltung an. Weitere Informationen folgen.

Bericht Anzeiger Oberfreiamt

Erfolgreicher Auftritt an der SIGA

Unter dem Label «Freiamt.Mittendrin»präsentierte sich der Regionalplanungsverband (Repla) Oberes Freiamt gemeinsam mit der Gemeinde Sins und dem Verein Erlebnis Freiamt mit einem attraktiven Stand an der SIGA25.Ein besonderes Highlight war der Wettbewerb, bei dem Besucherinnen und Besucher tolle Preise gewinnen konnten. Insgesamt nahmen 740 Personen am Wettbewerb teil.Dank der Informationsbroschüren und der hilfreichen Tipps der Standbetreuerinnen und -betreuer erfuhren viele Gäste spannende Fakten über die Region, zum Beispiel: Im oberen Freiamt sind rund 3’000 Unternehmen ansässig. Der Freiämter Kulturwanderweg umfasst mit all seinen Varianten beeindruckende 190 Kilometer. Die Gewinnauslosung fand durch die Glücksfee Nathalia Kaufmann am vergangenen Dienstag in Sins statt. Hier die glücklichen Gewinnerinnen und Gewinner: 1. Preis: Gutschein im Wert von CHF400.– vom Drei-Häuser-Hotel Caspar in Muri – gewonnen von Nadine Kreienbühl, Freudenberg 60, 5643 Sins 2. Preis: Persönliche Führung auf dem Freiämter Kulturwanderweg für die ganze Familie – gewonnen von SophieIneichen, Sentenhof, 5630 Muri AG 3. Preis: Gutschein für vier Eintritte ins Theater des Theatervereins Auw –gewonnen von Sebastian Huwiler, Kirchenfeldmatt 11, 5630 Muri AG4. Preis: Ein Exemplar des neuen Buchs «Sinser Dorfgeschichten» – gewonnen von Annemarie Markwalder, Chilegässli 12E, 8904 Aesch5. Preis: Zwei Kinoeintritte ins neue Cinepol in Sins – gewonnen von Conny Stecher, Steiggistrasse 10, 5644 Auw.

Bericht Anzeiger Oberfreiamt

Ende eines Kapitels – Das Schuhgeschäft REIEM Schuh Sins schliesst

Geschätzte Kundinnen und Kunden
Nach über 25 Jahren schliessen wir Ende 2025 unser geliebtes Schuhgeschäft Reiem Schuh Sins. Diese Entscheidung fiel uns nicht leicht, denn wir blicken auf aufregen­de Zeiten mit unvergesslichen Erlebnissen und schönen Begegnungen zurück.

Kleiner Rückblick
Als wir im März 2000 in unser Schuh­abenteuer starteten, waren wir uns nicht sicher, ob die Sinser Bevölkerung hinter uns stehen würde. Wir fragten uns, ob der Be­darf an hochwertigen Schuhen wirklich vor­handen ist. Mit grosser Freude durften wir jedoch viele wunderbare Menschen in un­serem Geschäft begrüssen und bedienen. Die strahlenden Kinderaugen, in die wir beim Verteilen von Ballons blicken durften, bleiben uns für immer in Erinnerung und versüssen uns jeden Tag.

Herzlichen Dank
Wir möchten Ihnen, liebe Kundinnen und Kunden, von Herzen für die jahrelange Kundentreue danken. Ein besonderer Dank gilt auch unserer langjährigen Mitarbeiterin Ursi Grüter, die mit unermüdlichem Einsatz unsere Kunden bediente. Mit ihrem exzel­lentem Überblick über unsere Artikel und der kompetenten Beratung sorgte sie stets für das Wohl unserer Kunden. Ihre Leiden­schaft und Hingabe für unseren Kunden­service waren eine grosse Bereicherung für unser Geschäft.

Wie geht es weiter?
Ab dem 25. August starten wir unseren Räumungsverkauf! Alle Artikel werden zu stark reduzierten Preisen verkauft. Freuen Sie sich auf ein grosses Herbst-Winterpro­gramm für die gesamte Familie- hier findet sicherlich jeder die passenden Schuhe zu absoluten Schnäppchenpreisen.
Wir freuen uns darauf, Sie noch einmal bei uns begrüssen zu dürfen, und hoffen, dass auch Sie einen tollen Schuh im Schluss­verkauf bei uns finden.

Herzliche Grüsse
Ihr Team von REIEM Schuh Sins
Bahnhofstrasse 3, 5643 Sins
info@reiem-schuh.ch
www.reiem-schuh .eh
Tel. 041 787 20 20

Die Sommerferien versüsst mit dem Ferienpass

Dietwil
48 Schülerinnen und Schüler der ersten bis sechsten Klasse haben sich für den Ferienpass einge­ schrieben. In der ersten Augustwoche durften sie an den unterschiedlichsten Kursen teilnehmen.

Sechs engagierte Frauen aus dem Dorf organisieren bereits seit über zehn Jahren eine Ferienpasswoche für die Schüler. Auch dieses Jahr standen viele Ideen im Raum, und so organisierte das gut vernetzte Team unterschiedli­che Kurse. Es wurde gebastelt mit allen möglichen Materialien, tierische Erleb­nisse auf dem Ponyhof, dem Bauernhof oder im Tierpark genossen, Sportarten ausprobiert wie Golf, Bogenschiessen oder Seilziehen. Das sind nur einige aus der kunterbunten Vielfalt. Die inte­ressierten Kinder konnten sich ein­schreiben und für den bezahlten Bei­trag je acht Kurse wählen. Insgesamt konnten 26 Kurse durchgeführt wer­den, die einen aufgrund des grossen Andrangs sogar mehrfach.
Drei dieser Kurse, die alle in Dietwil auf dem Schulhausplatz durchgeführt wurden, beweisen auf liebenswerte Art und Weise, wie viel Freude das Enga­gement des Ferienpassteams möglich macht.

Rund ums Velo
Hochkonzentriert und voll bei der Sa­che waren die sieben Jungs, die am Veloflickkurs teilnahmen. Um den Tisch herum waren sie geschart und schauten dem Profi zu, wie er einen Velopneu von der Felge nahm und den Schlauch ersetzte. «An diesem Kurs lernen die Kinder zum einen die Grundbegriffe des Velos. Wie funktio­niert der Antrieb, wie stelle ich die Übersetzung ein, was ist zu tun, wenn die Kette herausfällt oder ein Pneu platt ist», informiert Fredy Ceccon vom Velofachgeschäft, das den Kurs durch­führte.
Die Kinder lernten, wie ein Loch im Pneu oder Schlauch geflickt werden kann, wie man ein Velo richtig hinle­gen soll, wenn es keinen Ständer hat und natürlich auch, wie man es richtig aufpumpen soll.
Mit Velos aus dem Fachgeschäft durften sie einen Parcours abfahren. «Das haben die Fahrradhändler aufge­baut», erzählte die Betreuerin vom Fe­rienpass, Cecile Wieldraaijer. «Meine Mutter wollte, dass ich diesen Kurs besuche. Ich hätte nicht gedacht, dass es so cool ist», meint einer der Schüler. «Mein Velo war einmal kaputt und mein Vater hat es repariert. Und nächs­tes Mal muss ich es reparieren. Jetzt kann ich das», sagte ein weiterer klei­ner Kursbesucher.

Makramee-Schlüsselanhänger
Sie sassen um den Tisch und hörten aufmerksam zu. Die Knüpfkursleiterin Corina Rogger hatte, das benötigte Ma­terial mitgebracht. Da lagen grosse, unterschiedlich farbige Garnrollen auf dem Tisch. «Es braucht schon etwas dickeres Garn für einen Schlüsselan­hänger>>, wusste auch die Ferienpass­Verantwortliche vor Ort, Cindy Schwar­zenberger. Diverse fertig geknüpfte Anhänger zur Ansicht, einige Scheren und Kämme, Malerklebeband sowie Karabinerhacken lagen auf dem Ar­beitstisch. Mit zwei langen Garnfäden startete das Abenteuer in die alte orientalische Knüpfkunst. Die Farb­auswahl war individuell und der erste Knoten einfach erklärt: «Eine Vier le­gen, unten durch und oben drüber, die Chili-Fäden straff halten und wenn möglich immer gleich fest anziehen.»

« Diese Woche voller
spannender Kurse ist so
wertvoll für die Kinder.»
IRIS ROHRER, FERIENPASS-TEAM

Wer das versteht, ohne es gesehen zu haben, der ist super. Die flinken Hände hielten das Garn, und flugs war der erste gezwirbelte Anhänger fertig. «Er ist so gedreht, weil wir den Knoten immer auf derselben Seite machten.» Insgesamt konnten die Schüler, je nach Arbeitstempo vier bis fünf Anhänger machen mit dem Abschlussknoten und mit ausgekämmten Fransen. Der ein­zige Junge neben den sieben Mädchen meinte: «AJso einen mache ich für Mami, einen anderen für den Velo­schlüssel.» Es wurde auch rege darü­ber diskutiert, wie lange die geknüpfte Sache denn werden könne, damit das auch noch in der Hosentasche Platz hat.

Blumengestecke
Zwei Kurse fanden direkt hintereinan­der statt. Jeweils sechs Mädchen wur­den in die Geheimnisse des Blumen­steckens eingeweiht. Die anwesende Kursleiterin und Floristin, Carla Elmi­ger, zeigte geduldig, welche Arbeits­schritte zu tun sind. Zur Verfügung standen diverse grüne Blätter für den Rand, Blumen wie zum Beispiel Lö­wenmäulchen, Steinnelken, Sonnen­blumen, Hortensien oder Dalien in leuchtenden Farben. Die Kreationen durften sich sehen lassen.
Als zweite Arbeit durften die Mäd­chen einen Loop mit Trockenblumen dekorieren. Dafür bekamen sie einen weissen Ring von zirka 15 Zentimeter Durchmesser, Deko-Floristik-Schnur und trockene Blüten und Blätter wie Lavendel, Eukalyptus, Schleierkraut und weitere.
«Der fertige Loop eignet sich als Deko zum Aufhängen und kann jahre­lang schön bleiben.» Die grösseren Schülerinnen, die nun den Übertritt in die Oberstufe machen, meinten zum Kurs: «Ich mache mir jetzt schon Ge­danken darüber, was ich mal werden will. Etwas mit Blumen oder Tieren würde mir gefallen. Darum habe ich jetzt diesen Kurs gewählt.» Oder: «Blu­men sind meine Lieblingspflanzen, da­rum mache ich diesen Kurs.»
Iris Rohrer vom Ferienpassteam ist überwältigt von der gelungenen Wo­che. «Dank den vielen spontanen Spon­soren konnten wir spannende Kurse anbieten. Das ist so wertvoll für die Kinder.»

Doffest Dietwil begeistert auf ganzer Linie

14. Juni 2025 – Das Fest begann mit den beliebten Familienspielen – und die Familie Baumann holte sich souverän den Sieg.

Auch die Kleinsten kamen nicht zu kurz: Eine Hüpfburg sorgte den ganzen Tag über für strahlende Kinderaugen und ausgelassenen Spass. Anschliessend kämpften die Vereine um Ruhm und Ehre. Wie jedes Jahr konnte sich der Ziistigs-Club durchsetzen und sicherte sich erneut den mit Bier gefüllten Wanderpokal – dieser bleibt nun ein weiteres Jahr in ihrer Obhut.

Bei hochsommerlichen 32 Grad sorgte ein erfrischendes Badi-Spiel für Abkühlung. Dies war ein Spiel von vielen, das besonders willkommen war – viele suchten sich ein schattiges Plätzchen unter den Sonnenschirmen oder sprangen direkt ins kühle Nass.

Am Grill wurden über 35 Kilogramm Spiessbraten zubereitet, dazu gab es Hamburger und weitere Leckereien. Ein besonderer Dank geht an die Männerriege, die am späteren Nachmittag die Küche und das Buffet mit vollem Einsatz übernommen hat.

Gestärkt ging es sportlich weiter: Das Volleyballturnier auf drei Feldern unter Flutlicht dauerte bis 23.15 Uhr. In der Kategorie «Geniesser» setzte sich die Männerriege durch, bei den «Playern» gewannen die Hopp Sins.

Die Bar der Jubla war ein weiterer Hit, und auch die Tombola überzeugte mit Preisen von feinen Sonntagszöpfen bis zu stylischen Liegestühlen.

Ein grosses Dankeschön geht an alle Sponsoren – ohne ihre Unterstützung wäre ein Fest in diesem Rahmen nicht möglich gewesen!