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Bereich: Anzeiger

Erfolgreicher Auftritt an der SIGA

Unter dem Label «Freiamt.Mittendrin»präsentierte sich der Regionalplanungsverband (Repla) Oberes Freiamt gemeinsam mit der Gemeinde Sins und dem Verein Erlebnis Freiamt mit einem attraktiven Stand an der SIGA25.Ein besonderes Highlight war der Wettbewerb, bei dem Besucherinnen und Besucher tolle Preise gewinnen konnten. Insgesamt nahmen 740 Personen am Wettbewerb teil.Dank der Informationsbroschüren und der hilfreichen Tipps der Standbetreuerinnen und -betreuer erfuhren viele Gäste spannende Fakten über die Region, zum Beispiel: Im oberen Freiamt sind rund 3’000 Unternehmen ansässig. Der Freiämter Kulturwanderweg umfasst mit all seinen Varianten beeindruckende 190 Kilometer. Die Gewinnauslosung fand durch die Glücksfee Nathalia Kaufmann am vergangenen Dienstag in Sins statt. Hier die glücklichen Gewinnerinnen und Gewinner: 1. Preis: Gutschein im Wert von CHF400.– vom Drei-Häuser-Hotel Caspar in Muri – gewonnen von Nadine Kreienbühl, Freudenberg 60, 5643 Sins 2. Preis: Persönliche Führung auf dem Freiämter Kulturwanderweg für die ganze Familie – gewonnen von SophieIneichen, Sentenhof, 5630 Muri AG 3. Preis: Gutschein für vier Eintritte ins Theater des Theatervereins Auw –gewonnen von Sebastian Huwiler, Kirchenfeldmatt 11, 5630 Muri AG4. Preis: Ein Exemplar des neuen Buchs «Sinser Dorfgeschichten» – gewonnen von Annemarie Markwalder, Chilegässli 12E, 8904 Aesch5. Preis: Zwei Kinoeintritte ins neue Cinepol in Sins – gewonnen von Conny Stecher, Steiggistrasse 10, 5644 Auw.

Bericht Anzeiger Oberfreiamt

Ende eines Kapitels – Das Schuhgeschäft REIEM Schuh Sins schliesst

Geschätzte Kundinnen und Kunden
Nach über 25 Jahren schliessen wir Ende 2025 unser geliebtes Schuhgeschäft Reiem Schuh Sins. Diese Entscheidung fiel uns nicht leicht, denn wir blicken auf aufregen­de Zeiten mit unvergesslichen Erlebnissen und schönen Begegnungen zurück.

Kleiner Rückblick
Als wir im März 2000 in unser Schuh­abenteuer starteten, waren wir uns nicht sicher, ob die Sinser Bevölkerung hinter uns stehen würde. Wir fragten uns, ob der Be­darf an hochwertigen Schuhen wirklich vor­handen ist. Mit grosser Freude durften wir jedoch viele wunderbare Menschen in un­serem Geschäft begrüssen und bedienen. Die strahlenden Kinderaugen, in die wir beim Verteilen von Ballons blicken durften, bleiben uns für immer in Erinnerung und versüssen uns jeden Tag.

Herzlichen Dank
Wir möchten Ihnen, liebe Kundinnen und Kunden, von Herzen für die jahrelange Kundentreue danken. Ein besonderer Dank gilt auch unserer langjährigen Mitarbeiterin Ursi Grüter, die mit unermüdlichem Einsatz unsere Kunden bediente. Mit ihrem exzel­lentem Überblick über unsere Artikel und der kompetenten Beratung sorgte sie stets für das Wohl unserer Kunden. Ihre Leiden­schaft und Hingabe für unseren Kunden­service waren eine grosse Bereicherung für unser Geschäft.

Wie geht es weiter?
Ab dem 25. August starten wir unseren Räumungsverkauf! Alle Artikel werden zu stark reduzierten Preisen verkauft. Freuen Sie sich auf ein grosses Herbst-Winterpro­gramm für die gesamte Familie- hier findet sicherlich jeder die passenden Schuhe zu absoluten Schnäppchenpreisen.
Wir freuen uns darauf, Sie noch einmal bei uns begrüssen zu dürfen, und hoffen, dass auch Sie einen tollen Schuh im Schluss­verkauf bei uns finden.

Herzliche Grüsse
Ihr Team von REIEM Schuh Sins
Bahnhofstrasse 3, 5643 Sins
info@reiem-schuh.ch
www.reiem-schuh .eh
Tel. 041 787 20 20

Die Sommerferien versüsst mit dem Ferienpass

Dietwil
48 Schülerinnen und Schüler der ersten bis sechsten Klasse haben sich für den Ferienpass einge­ schrieben. In der ersten Augustwoche durften sie an den unterschiedlichsten Kursen teilnehmen.

Sechs engagierte Frauen aus dem Dorf organisieren bereits seit über zehn Jahren eine Ferienpasswoche für die Schüler. Auch dieses Jahr standen viele Ideen im Raum, und so organisierte das gut vernetzte Team unterschiedli­che Kurse. Es wurde gebastelt mit allen möglichen Materialien, tierische Erleb­nisse auf dem Ponyhof, dem Bauernhof oder im Tierpark genossen, Sportarten ausprobiert wie Golf, Bogenschiessen oder Seilziehen. Das sind nur einige aus der kunterbunten Vielfalt. Die inte­ressierten Kinder konnten sich ein­schreiben und für den bezahlten Bei­trag je acht Kurse wählen. Insgesamt konnten 26 Kurse durchgeführt wer­den, die einen aufgrund des grossen Andrangs sogar mehrfach.
Drei dieser Kurse, die alle in Dietwil auf dem Schulhausplatz durchgeführt wurden, beweisen auf liebenswerte Art und Weise, wie viel Freude das Enga­gement des Ferienpassteams möglich macht.

Rund ums Velo
Hochkonzentriert und voll bei der Sa­che waren die sieben Jungs, die am Veloflickkurs teilnahmen. Um den Tisch herum waren sie geschart und schauten dem Profi zu, wie er einen Velopneu von der Felge nahm und den Schlauch ersetzte. «An diesem Kurs lernen die Kinder zum einen die Grundbegriffe des Velos. Wie funktio­niert der Antrieb, wie stelle ich die Übersetzung ein, was ist zu tun, wenn die Kette herausfällt oder ein Pneu platt ist», informiert Fredy Ceccon vom Velofachgeschäft, das den Kurs durch­führte.
Die Kinder lernten, wie ein Loch im Pneu oder Schlauch geflickt werden kann, wie man ein Velo richtig hinle­gen soll, wenn es keinen Ständer hat und natürlich auch, wie man es richtig aufpumpen soll.
Mit Velos aus dem Fachgeschäft durften sie einen Parcours abfahren. «Das haben die Fahrradhändler aufge­baut», erzählte die Betreuerin vom Fe­rienpass, Cecile Wieldraaijer. «Meine Mutter wollte, dass ich diesen Kurs besuche. Ich hätte nicht gedacht, dass es so cool ist», meint einer der Schüler. «Mein Velo war einmal kaputt und mein Vater hat es repariert. Und nächs­tes Mal muss ich es reparieren. Jetzt kann ich das», sagte ein weiterer klei­ner Kursbesucher.

Makramee-Schlüsselanhänger
Sie sassen um den Tisch und hörten aufmerksam zu. Die Knüpfkursleiterin Corina Rogger hatte, das benötigte Ma­terial mitgebracht. Da lagen grosse, unterschiedlich farbige Garnrollen auf dem Tisch. «Es braucht schon etwas dickeres Garn für einen Schlüsselan­hänger>>, wusste auch die Ferienpass­Verantwortliche vor Ort, Cindy Schwar­zenberger. Diverse fertig geknüpfte Anhänger zur Ansicht, einige Scheren und Kämme, Malerklebeband sowie Karabinerhacken lagen auf dem Ar­beitstisch. Mit zwei langen Garnfäden startete das Abenteuer in die alte orientalische Knüpfkunst. Die Farb­auswahl war individuell und der erste Knoten einfach erklärt: «Eine Vier le­gen, unten durch und oben drüber, die Chili-Fäden straff halten und wenn möglich immer gleich fest anziehen.»

« Diese Woche voller
spannender Kurse ist so
wertvoll für die Kinder.»
IRIS ROHRER, FERIENPASS-TEAM

Wer das versteht, ohne es gesehen zu haben, der ist super. Die flinken Hände hielten das Garn, und flugs war der erste gezwirbelte Anhänger fertig. «Er ist so gedreht, weil wir den Knoten immer auf derselben Seite machten.» Insgesamt konnten die Schüler, je nach Arbeitstempo vier bis fünf Anhänger machen mit dem Abschlussknoten und mit ausgekämmten Fransen. Der ein­zige Junge neben den sieben Mädchen meinte: «AJso einen mache ich für Mami, einen anderen für den Velo­schlüssel.» Es wurde auch rege darü­ber diskutiert, wie lange die geknüpfte Sache denn werden könne, damit das auch noch in der Hosentasche Platz hat.

Blumengestecke
Zwei Kurse fanden direkt hintereinan­der statt. Jeweils sechs Mädchen wur­den in die Geheimnisse des Blumen­steckens eingeweiht. Die anwesende Kursleiterin und Floristin, Carla Elmi­ger, zeigte geduldig, welche Arbeits­schritte zu tun sind. Zur Verfügung standen diverse grüne Blätter für den Rand, Blumen wie zum Beispiel Lö­wenmäulchen, Steinnelken, Sonnen­blumen, Hortensien oder Dalien in leuchtenden Farben. Die Kreationen durften sich sehen lassen.
Als zweite Arbeit durften die Mäd­chen einen Loop mit Trockenblumen dekorieren. Dafür bekamen sie einen weissen Ring von zirka 15 Zentimeter Durchmesser, Deko-Floristik-Schnur und trockene Blüten und Blätter wie Lavendel, Eukalyptus, Schleierkraut und weitere.
«Der fertige Loop eignet sich als Deko zum Aufhängen und kann jahre­lang schön bleiben.» Die grösseren Schülerinnen, die nun den Übertritt in die Oberstufe machen, meinten zum Kurs: «Ich mache mir jetzt schon Ge­danken darüber, was ich mal werden will. Etwas mit Blumen oder Tieren würde mir gefallen. Darum habe ich jetzt diesen Kurs gewählt.» Oder: «Blu­men sind meine Lieblingspflanzen, da­rum mache ich diesen Kurs.»
Iris Rohrer vom Ferienpassteam ist überwältigt von der gelungenen Wo­che. «Dank den vielen spontanen Spon­soren konnten wir spannende Kurse anbieten. Das ist so wertvoll für die Kinder.»

Doffest Dietwil begeistert auf ganzer Linie

14. Juni 2025 – Das Fest begann mit den beliebten Familienspielen – und die Familie Baumann holte sich souverän den Sieg.

Auch die Kleinsten kamen nicht zu kurz: Eine Hüpfburg sorgte den ganzen Tag über für strahlende Kinderaugen und ausgelassenen Spass. Anschliessend kämpften die Vereine um Ruhm und Ehre. Wie jedes Jahr konnte sich der Ziistigs-Club durchsetzen und sicherte sich erneut den mit Bier gefüllten Wanderpokal – dieser bleibt nun ein weiteres Jahr in ihrer Obhut.

Bei hochsommerlichen 32 Grad sorgte ein erfrischendes Badi-Spiel für Abkühlung. Dies war ein Spiel von vielen, das besonders willkommen war – viele suchten sich ein schattiges Plätzchen unter den Sonnenschirmen oder sprangen direkt ins kühle Nass.

Am Grill wurden über 35 Kilogramm Spiessbraten zubereitet, dazu gab es Hamburger und weitere Leckereien. Ein besonderer Dank geht an die Männerriege, die am späteren Nachmittag die Küche und das Buffet mit vollem Einsatz übernommen hat.

Gestärkt ging es sportlich weiter: Das Volleyballturnier auf drei Feldern unter Flutlicht dauerte bis 23.15 Uhr. In der Kategorie «Geniesser» setzte sich die Männerriege durch, bei den «Playern» gewannen die Hopp Sins.

Die Bar der Jubla war ein weiterer Hit, und auch die Tombola überzeugte mit Preisen von feinen Sonntagszöpfen bis zu stylischen Liegestühlen.

Ein grosses Dankeschön geht an alle Sponsoren – ohne ihre Unterstützung wäre ein Fest in diesem Rahmen nicht möglich gewesen!

Kulturhaus Küngsmatt feierlich eingeweiht

Bei hochsommerlichen Temperaturen wurde am 14. Juni 2025 das Kulturhaus offiziell eingeweiht – mit Musik, Apéro und einem Brunnen aus der Eiszeit. Einst als kleines Projekt angedacht, strahlt es heute als kultureller Treffpunkt.

«Luzern hat das KKL, wir die Miniaturform davon – unser Kulturhaus.» Mit spürbarem Stolz eröffnete Gemeinderat Pius Vogel um kurz nach 10 Uhr die Feierlichkeiten im festlich geschmückten Küngsmattsaal. Die ganze Bevölkerung war eingeladen, gemeinsam anzustossen und die Räumlichkeiten zu besichtigen. 17 Jahre sind vergangen, seit der Grundstein zur Neugestaltung des Areals Ammannsmatt-Küngsmatt gelegt wurde. Im Rahmen eines Architekturwettbewerbs setzte sich damals das Projekt «Trifolium» des Architekten Stefan Häuselmann durch – ein Entwurf, der seither etappenweise verwirklicht wurde.

Gemeinschaftsprojekt
«Anfänglich wollten wir als Besitzerin der Parzelle ein eigenes, kleineres Projekt realisieren», erinnerte sich Josef Villiger, Vertreter der Katholischen Kirchgemeinde, in seiner Ansprache. «Wir merkten aber schnell, dass unsere Mittel dafür nicht ausreichen würden.» So suchte man die Partnerschaft mit der Einwohnergemeinde, und gemeinsam entwickelte man das rund 14-Millionen-Franken-Bauvorhaben. Gemeindeammann Josef Huwiler lobte die enge Kooperation: «Das ist mehr als eine Win-Win-Situation. Es hält uns zusammen.»

Der pinkfarbene Schlüssel
Auch Architekt Stefan Häuselmann zeigte sich bewegt und dankbar für das langjährige Vertrauen, das ihm entgegengebracht wurde. Bereits 2013 konnte er im Rahmen desselben Projekts die Mehrzweckhalle Ammannsmatt realisieren. Mit dem neuen Kulturhaus ist nun ein weiterer Meilenstein vollendet. Symbolisch überreichte er den Bauherren pink verpackte Bücher in Form eines Schlüssels – sein Beitrag zur Bibliothek und ein augenzwinkernder Verweis auf die pinkfarbenen Wände der Garderoben in der Mehrzweckhalle, die damals für reichlich Gesprächsstoff gesorgt hatten.

Fortsetzung im Anzeiger Oberfreiamt, Ausgabe vom 20. Juni 2025, Seite 2

Informationsabende zur Deponie Babilon

Oberrüti/Dietwil Die Deponie Babilon, die seit 2018 auf Dietwiler Boden betrieben wird, wird im Norden fortgesetzt. Die Ausdehnung soll den Giebelwald nördlich umrunden und über die Gemeindegrenze
nach Oberrüti in die Käferen gehen.

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Aue Reussegg feierlich eingeweiht

Gleich dreifach wurde am Samstag, 24.08.2024, im Reussegger Schachen gefeiert. Das 30-jährige Bestehen des Auenschutzparks Aargau, die Einweihung der Aue Reussegg und eine Buchvernissage. Höhepunkt war der Durchstich der Reuss in die Aue.

«Heute begrüssen wir einen ganz besonderen Gast – die Biodiversität.» Mit diesen Worten eröffnete Regierungsrat Stephan Attiger, Vorsteher Departement Bau, Verkehr und Umwelt, um kurz nach 10 Uhr den offiziellen Festakt. Über fünfhundert Gäste waren bei strahlendem Sonnenschein zu Fuss, mit Velo oder mit Shuttlebussen gekommen, um auf die Erfolgsgeschichten anzustossen. «Die Weitsicht der Aargauerinnen und Aargauer hat vor dreissig Jahren die Basis für diesen Freudentag gelegt. Seit 1994 ist in der Kantonsverfassung verankert: Mindestens ein Prozent der Kantonsfläche muss Auenschutzgebiet werden. Mit Abschluss dieses zwanzig Hektaren grossen Renaturierungsprojekts sind wir diesem Ziel ein grosses Stück nähergekommen », so der Regierungsrat.

Auenregeneration für Lebensraum
Vertreter aller Projektbeteiligten kamen an der Eröffnungsfeier zu Wort. Die Co-Bauherren – der Kanton und Pro Natura Aargau – betonten in ihren Reden wiederholt die Wichtigkeit der Auenlandschaften. «Wir erschaffen Lebensräume wieder, welche über Jahrhunderte durch intensive Nutzung verloren gingen. Auen sind Hotspots der Biodiversität. Rund vierzig Prozent der Pflanzenarten sind hier vertreten und jede achte Tierart ist auf diesen Lebensraum angewiesen», sagte Matthias Betsche, Geschäftsführer Pro Natura Aargau. Zudem spielen diese dynamischen Übergangsgebiete zwischen Land und Wasser eine zentrale Rolle für den Hochwasserschutz und den Wasserkreislauf. Mit der Wiederherstellung von Feuchtgebieten wird die Wasserspeicherkapazität gefördert. «Wasser ist der Rohstoff der Zukunft. Wir müssen definitiv mehr Sorge dazu tragen», hielt Betsche fest.

Ein Generationenprojekt
Gemeindeammann Josef Huwiler blickte in seiner Ansprache auf eine lange, herausfordernde Zeit zurück. Von der Projektidee bis zum Baustart im Juni 2019 hat es zwanzig Jahre gedauert. Ein entscheidender Schritt zur Realisierung des Auenschutzparks war die Bereitschaft der Bauernfamilie Huwiler, Land an den Kanton abzutreten, wenn ihnen dafür ein anderer Hof angeboten werden könne. Die Moderne Melioration Sins-Reussegg regelte im Anschluss die Landumlegung. Eine grosse Herausforderung stellte zudem die Sanierung eines belasteten Standorts und die Verlegung der Trinkwasserfassung der Wasserversorgung Auw dar. Finanziert wurde das Projekt durch Kanton, Pro Natura, das Bundesamt für Umwelt und das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich. Letzteres lieferte mit 1,9 Millionen Franken aus dem «naturmade star»-Fonds den grössten Beitrag, den der Fonds je an ein Einzelprojekt ausbezahlt hat.

Vielseitiges Festprogramm
Der Durchstich der Reuss in die Aue war der Höhepunkt des offiziellen Festakts. Gebannt verfolgten hunderte Augenpaare, wie das Wasser langsam in die Aue strömte und in Zukunft für die volle Dynamik in der Landschaft sorgen wird. Nach dem offerierten Apéro verteilten sich die Besuchenden auf dem Festgelände. Die Wanderausstellung zur ökologischen Infrastruktur des Kantons Aargau war zu Gast, genauso wie der renommierte Autor und Fotograf Heinz Staffelbach, der sein neustes Buch «Auenland Aargau – Orte zum Entspannen» vorstellte. Die jüngeren Gäste nutzen die Möglichkeit, einen Bagger zu bedienen oder beobachteten unter der Lupe Flusslebewesen.

Wasserbüffel als heimliche Stars
Geschätzt wurden die Führungen zur neu erstellten Trinkwasserfassung und durch die Aue. Die Teilnehmenden erfuhren von den ersten Erfolgen, die sich bereits gezeigt haben. Bedrohte Tierarten wie der Iltis, der Flussregenpfeifer, der Eisvogel und der Kiebitz sind nach Sins zurückgekehrt. Als heimliche Stars entpuppten sich die Wasserbüffel, die in der Aue weiden. Sie liessen sich vom Besucheraufmarsch nicht aus der Ruhe bringen und kühlten sich seelenruhig in einem Tümpel ab. Ortsansässige Landwirtschaftsbetriebe mähen oder beweiden die Flächen. Diese offenen Flächen kommen wärmeliebhabenden Pflanzen oder bodenbrütenden Vögeln entgegen. «Auen müssen unterhalten und gepflegt werden, um die verschiedensten Lebensräume langfristig zu erhalten», erklärte Christian Rechsteiner, Gesamtprojektleiter des Kantons.

Invasive Neophyten bekämpfen
Zum Unterhalt gehört auch die konsequente Bekämpfung von invasiven Neophyten. Regelmässig sind unter anderem Mitglieder des Natur- und Vogelschutzvereins Oberfreiamt unterwegs, um gebietsfremde Pflanzenarten wie beispielsweise das einjährige Berufskraut auszureissen. Diese freiwilligen Arbeitseinsätze sind für Vereinsmitglied Anita Gössi eine Herzensangelegenheit. «Das ist mein Beitrag, der Natur zu helfen. So haben wir die Neophyten hier im Griff.» Noch sind die Arbeiten nicht ganz zu Ende. Damit Besuchende künftig einen möglichst guten Einblick in diesen Hotspot der Biodiversität bekommen, sind ein Wegnetz, Infotafeln und Beobachtungshügel geplant. Denn die Auen sollen nicht nur Tiere und Pflanzen anziehen, sondern auch die Bevölkerung. Oder in den Worten von Attiger ausgedrückt: «Auen sind für alle wichtig. Für Mensch, Natur und Biodiversität.»

Bütler Elektro sorgt für Nachwuchs in der Gebäudeinformatik

Die Bütler Elektro Telecom AG ist nicht nur in Sachen Technologien zukunftsorientiert, sondern auch bei der Berufsbildung. Neu bietet sie die Lehre in Gebäudeinformatik an. Der erste Lernende hat die vierjährige Ausbildung Anfang August begonnen

.pd | Die Bütler Elektro Telecom AG geht mit der Zeit. So hat sie sich unter anderem auf Gebäudetechnik und Gebäudeinformatikspezialisiert. Doch die modernsten Technologien nützen wenig, wenn die entsprechenden Fachleute für Planung, Installation und Unterhalt fehlen. Um einem solchen Mangel vorzubeugen und weil dem renommierten Elektrounternehmen die Nachwuchsförderung sehr am Herzen liegt, bildet es ab sofort Gebäudeinformatikerinnen und Gebäudeinformatiker aus.

Start in einen neuen Lebensabschnitt
Nils Köhle hat am 1. August seine Lehre als Gebäudeinformatiker in Angriff genommen. Der begeisterte Handballspieler lebt mit seinen Eltern und seiner Schwester in Muri und hat seinem beruflichen Start bei der Bütler Elektro Telecom AG die ganzen Sommerferien hindurch entgegengefiebert. «Es ist schon eine grosse Umstellung von der Schule ins Arbeitsleben, aber ich habe mich schon lange auf diese Lehre gefreut, weil die Arbeit als Gebäudeinformatikerextrem abwechslungsreich ist und hier ein super Team auf mich wartet.» Was den Einstieg zudem leichter macht, ist das Talent-Camp, an dem alle neuen Lernenden der Baumann Koelliker Gruppe, zu der auch Bütler Elektro Telecom gehört, teilnehmen. In diesem Lager lernen sie sich persönlich kennen und tauchen in lockerer Atmosphäre gemeinsam in die Berufswelt ein.

Nachwuchsförderung sichert Zukunft der Branche
Dominik Leu, Dipl. Techniker HF Systemtechnik und Projektleiter Gebäudeautomation bei der Bütler Elektro Telecom AG, ist der Lehrmeister von Nils Köhle. Er betont die Wichtigkeit der Nachwuchsförderung und einer professionellen Ausbildung. «Einerseits werden unsere Lernenden meist sehr schnell zu vollwertigen Teammitgliedern,auf die wir zählen können. Andererseits ist es für unsere Brancheunerlässlich, die Fachleute für zukunftsorientierte Technologien auszubilden.» Denn nur so sei gewährleistet, dass ein Unternehmen funktionieren und die installierte Technik langfristig genutzt werden könne. «Natürlich macht es mir auch Spass, junge Menschen über vier Jahre zu begleiten und ihre Entwicklung bis zum Lehrabschluss mitzuerleben.» So begleitet Dominik Leu nun also ab sofort auch einen angehenden Gebäudeinformatikerin seine berufliche Zukunft

Auszeichnung in Bern und neuer Laden in Sins

Cervelat ist nicht gleich Cervelat. Die drittbeste dieser Traditionswurst in der Kategorie «warm», also vom Grill, wird in Oberrüti produziert. Bald kann sie auch im neuen Laden in Sins gekauft werden.

Yanick Klausner versteht sein Handwerk und wurde dafür ausgezeichnet. Am erstmals durchgeführten «Swiss Cervelat Summit» nahmen insgesamt 114 Metzgereien aus der ganzen Schweiz teil, so auch die Metzgerei Klausner. Der Metzgermeister ist stolz darauf, hier den dritten Platz gewonnen zu haben. Dieser Wettbewerb ist anders als der Qualitätswettbewerb des Schweizerischen Fleischfachverbandes. Beim Cervelat-Gipfel ging es um die Beliebtheit dieser Traditionswurst, die auch schon in Verruf geraten war. Heute sei das nicht mehr so, auch wenn sicherlich viele Wurst-Rezepte dem Preisdruck angepasst wurden, meinte Klausner. «Alleine vom Anschauen her sehen sie alle gleich aus. Der grosse Unterschied liegt im Geschmack und im Biss, insbesondere bei der warmen Degustation ist das eine ausschlaggebende Komponente.»

Blinddegustation
Im Wettbewerb wurde sie kalt und warm degustiert und bewertet. «Es gab für die Cervelat kalt die Plätze eins bis fünf und auch für die Cervelat warm. Hier einen Podestplatz zu erreichen, das ist schon speziell.» Klausner musste sechs Paar Cervelats einsenden, in Vacuumbeuteln verpackt, die lediglich mit einer Nummer versehen waren, denn es fand eine Blinddegustation statt. «Wir hatten die Nr. 90 auf den Beuteln.» Nach dem Einsenden folgte das Warten. Grundsätzlich war das Datum der Preisverleihung bekannt. Dass Klausner jedoch hingehen würde, war nicht von Anfang an gesetzt. Erst war ein Anruf aus der französischen Schweiz nötig, er solle doch unbedingt nach Bern kommen, er sei unter den ersten fünf platziert. «Da ging ich denn zusammen mit meinem Vater nach Bern. Es war eine Ehre, dass auch Bundesrat Guy Parmelin anwesend war und uns Gewinnern gratulierte. Es hätte sich aber auch gelohnt nach Bern zu fahren, wenn ich Fünfter von 114 geworden wäre.»

Jungunternehmer wird expandieren
Im Januar 2023 übernahm Klausner den Betrieb im Industriegebiet in Oberrüti von seinem Vater René und von Urs Stocker. Heute benötigt er für die Kapazitäten, die er produziert, mehr Kühlräume. Neue Kühlräume in die bestehenden Räumlichkeiten einbauen, ist nicht so einfach, wie es klingen mag. Klausner informierte: «Wir haben hier zwei Bereiche. Einer ist die Produktion, der andere der Verkaufsladen. Wir stossen, was die Platzverhältnisse in den Kühlräumen anbelangt, insbesondere aufgrund des starken Wachstums beim Catering, an unsere Grenzen. » Seit der 29-Jährige den Betrieb übernommen hat, sucht er nach Lösungen. «Der Party-Raum und die Produktionsstätte sind hier am richtigen Platz. Der Verkaufsladen liegt für so manchen Kunden einfach zu weit abseits. Um weiter wachsen zu können, müssen wir für unsere Kundschaft einfacher erreichbar sein.»

Sieben Tage soll offen sein
Schon länger suchte Klausner ideal gelegene Räumlichkeiten, bevorzugte Lage für ihn wäre Sins. «Als ich von der Geschäftsaufgabe der Metzgerei Kronenberg hörte, bestärkte mich das, wirklich nach Sins zu expandieren. Da boten sich als optimaler Standort die Räume an, in welchen heute noch das Musikhaus Frick eingemietet ist.» Klausner ist überzeugt, dass sich für ihn die Nähe zur zukünftigen Migros nur positiv auswirkten wird. «Wir haben dann ein kleines Zentrum rund um den Bahnhof. Das ist ideal.» Der Standort Sins soll ein reiner Verkaufsladen werden, welcher sieben Tage offen hat. Die späten Randstunden sowie die Sonn- und Feiertage sollen für die Kunden mit einem Self-Scanning- System und videoüberwacht abgedeckt werden. Die Produktion seiner Waren wird in Oberrüti bleiben. «Bei den aktuell knappen Platzverhältnissen gibt uns das Luft. Wir können dann die Kühlräume des Ladens für den Produktionsbetrieb zu nutzen.» Klausner ist überzeugt, dass dieses Konzept aufgeht. Sein neuer Verkaufsladen soll Anfang kommenden Jahres eröffnet werden.