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Bereich: Anzeiger

Fulminantes Jahreskonzert der MGO

Oberrüti Die Musikgesellschaft Oberrüti widmete die Auswahl ihrer Stücke am ersten Jahreskonzert am Sonntag den verschiedenen Gefühlen, ganz nach ihrem Motto «Moodswings». Das Publikum durfte eine musikalische Berg- und Talfahrt miterleben.

IRIS CAGLIONI

Egal, ob mitwirkende Familienmitglieder, ob Musik, Kulinarik oder Party im Vordergrund stand, bei einem Besuch am Jahreskonzert fand jeder Besucher das Richtige für sich. Unter der Leitung des Projektdirigenten Enrico Calzaferri tauchten die Musiker in die Welt der Gefühle ab und hinterliessen Gänsehaut und herzerwärmende Gefühle.

Die Jugend hatte den Vortritt

Das Sonntagskonzert eröffn te die Jugendmusik der Obti-Band unter der Leitung von Ueli Weingartner. Zusammen mit der ABM-Brass Junior, die von Lukas Isler geleitet wird, spielten sie sechs Stücke und zeigten eine beachtliche Leistung. Laurin, der Ansager der Jugendmusik, erzählte in kurzen Worten die Begebenheiten zu den einzelnen Stücken. Beschwingt und voller Energie machte die Obti-Schlagzeuggruppe den Anfang mit einer neuen Auft agskomposition. Dieses noch namenlose Stück wurde vom Oberrüter Musiklehrer Moritz Mayer komponiert und war somit eine Urauffüh ung. Danach folgten vier zum Teil anspruchsvolle Stücke und mit der Zugabe «Üs Ghört D’Nacht» schloss die Jugendmusik ihren Konzertteil ab. Die Jungmusiker der Obti-Band verdankten die beiden langjährigen Leiter mit je einem Geschenkkorb. Lukas Isler freute sich sehr über den Eifer der Kinder, der am Konzert spürbar war.

Besinnlicher Einstieg

Wie nicht von dieser Welt – nur sanft hörbar und doch von allen erkannt, spielten die Musiker der MGO das erste Stück ihres Konzerts. Diese eher ungewohnte Konzerteröffnung mit dem melancholischen «Nearer, My God To Thee» versetzten die Musiker die Zuhörer in besinnliche Ruhe. Bekannt wurde dieses Stück durch den Film Titanic. Nach diesem getragenen Einstieg folgte mit «Storbystev» ein aufmunterndes Unterhaltungsstück mit Funk-, Sambaund Rockrhythmen.

Es steckt viel in einem Musikstück

Für die absoluten Brassband-Liebhaber folgte das Werk «Penlee», eine Perle unter den dargebotenen Stücken. Von ruhig bis stürmisch, flü ternd und panisch laut, waren alle Tonlagen enthalten und die Gefühle wie Angst, Panik, Besorgnis aber auch Tapferkeit und Mut wurden so dargestellt. Penlee beschreibt eine Rettungsbootkatastrophe vor der Küste Cornwalls. Der Komponist Simon Dobson widmete dieses Stück allen verlorenen Seelen dieser Unglücksnacht. Heimatliche Gefühle weckten die Musiker mit dem Stück «Dahaam» des österreichischen Perkussionisten und Komponisten Christian Mühlbacher. Und mit einer kurzen Einlage von «Blitz» und dem Stück «It’s Raining Men» ging es in die Pause.

Das Publikum durfte mitbestimmen

Im ersten Konzertteil moderierte Alexandra Baumann, im zweiten Teil übernahmen Gabriel Knörr und Silvio Ramseier das Zepter. Ihre witzige Art löste so manchen herzhaften Lacher aus. Ganz nach dem Konzertmotto «Gefühlsschwankungen » interagierten die beiden mit dem Publikum und entlockten der Zuhörerschaft die aktuelle Gefühlslage.

Zur Auswahl standen glücklich oder mutig sein, stolz oder erregt sein und lieben oder feiern. Je nach dem, wie das Publikum wählte, wurden die dazugehörigen Stücke gespielt. So durfte das Publikum «Get Lucky», «Farvel Tile N Slavisk Kvinne», «Legends of Cyfarthfa » und «Behroozi» geniessen. Zwei der nicht gewählten Emotionen wurden als fulminante Zugaben gespielt, zuerst ganz mutig die Filmmusik «The Incredibles» und als laszives Schlussstück stand «Sex Bomb» von Tom Jones auf dem Programm.

Ein Musikjahr, zwei Dirigenten

Lukas Isler, Präsident der Musikgesellschaft ist überzeugt, dass sie mit den beiden Projektdirigenten eine gute Wahl getroffen haben. Mit Philipp Werlen, der im ersten Halbjahr die Leitung inne hatte, nahmen sie am Musiktag in Rothrist teil. Auch gaben sie ein Kirchenkonzert in Oberrüti. Enrico Calzaferri dirigiert die Brassband im zweiten Halbjahr und mit ihm bestreiten die Musiker die Jahreskonzertreihe. «Wir sind darum bemüht, ein vielseitiges Konzert für alle zu bieten. So vielfältig wie die Musik ist, so ist es auch unser Publikum. Da sind Kinder, Musikliebhaber und Personen, die einfach schöne Musik hören wollen, bis zu den Brassband-Freaks, die schwierige Musik hören möchten, da ist alles dabei.» Der Grundgedanke des Konzerts, Gefühle und Stimmungen erleben, wurde gekonnt umgesetzt. Das Miteinbeziehen des Publikums zur Liederauswahl war eine Premiere für die Musiker. Isler meinte: «Wir haben im zweiten Teil immer je zwei Stücke bereit und je nach Wahl des Publikums spielen wir das entsprechende Gefühl. Auf diese Art fällt jedes unserer Konzerte etwas anders aus. Natürlich sind wir auf die Resonanz des Publikums gespannt.»

Ausblick des Präsidenten

Noch scheint er weit weg zu sein, der Aargauische kantonale Musiktag, der im kommenden Juni während drei Tagen Oberrüti in eine Festhütte der ganz besonderen Art verwandeln wird. Präsident Lukas Isler liess es sich nicht nehmen, vor vollen Rängen kurz etwas zu diesem regionalen Grossanlass zu erzählen. Mit einem Augenzwinkern, dem Hinweis, dass niemand an diesem Wochenende daheim kochen müsse, verwies er auf die Homepage von musigpur. ch auf welcher sich Helfer eintragen können. Der Festanlass find t vom 14. bis 16. Juni 2024 statt.

Die Frage ist nicht ob, sondern wann

Muri «Cyberkriminalität? Bei mir ist nichts zu holen», denken viele, wenn sie vor Angriffen auf ihren Computer gewarnt werden. Ganz falsch. Auf dem Wirtschaftsforum wurde eindrücklich gezeigt, warum alle betroffen sind.

ANNETTE KNÜSEL

Man kennt die Meldungen aus der Zeitung: Im Februar 2022 wurden sensible Daten von Credit-Suisse-Kunden öffentlich gemacht. Im September 2023 wurde ein Walliser Unternehmen mit dem CEO-Trick um mehrere hundertausend Franken betrogen. Bei CH Media wurde im Mai 2023 über Nacht die Produktion lahmgelegt und konnte mehrere Wochen nicht wieder in Gang gesetzt werden. Von anderen Fällen erfährt die Öffentlichkeit aber nichts. Oder wussten Sie, dass Hacker im September 2023 ein Masterpasswort der Firma Microsoft gestohlen hatten und so auf zahllose Kundendaten von Microsoft zugreifen konnten?

Cybercrime ist gut organisiert
Cybercrime hat sich längst zu einer gut organisierten «Branche» entwickelt. Die Täter sind grosse Organisationen, die nüchtern ihren «Markt» analysieren und dann nach Aufwand und Ertrag entscheiden, wo sie aktiv werden. Dabei lassen sie sich Zeit. Manche Firmen werden jahrelang ausspioniert, ohne es zu merken. Der Angreifer beobachtet die technischen Systeme und sucht dort nach Angriffspunkten. Aber auch die Psychologie spielt eine grosse Rolle: Welche Gewohnheiten haben die Mitarbeitenden, wie verwahren sie ihre Passwörter, was geben sie auf Social Media von sich preis? Es ist wie ein Puzzle, bei dem jedes Detail entscheidend sein kann. Wenn sich eine Gelegenheit zeigt, wird angegriffen. Auch bei sehr kleinen Unternehmen – unter Umständen einfach nur, weil sie eine leichte Beute sind.

Wirtschaftsforum 2023 in Muri
In Muri hatten die Gemeinde, die Repla und «Freiamt. Mittendrin.» zum Wirtschaftsforum 2023 eingeladen. Thema: «Was hat Cyberkriminalität mit dem Freiamt zu tun?» Das Impulsreferat wurde gehalten von René Bodmer, Cybersicherheitsexperte und Grossrat. Er berichtete von einer regelrechten «Kampagne», die im Januar 2022 gegen Schweizer Unternehmen gefahren worden ist: die CPH-Gruppe, Emil Frey, die Gemeinde Yverdon-les-Bains, die Apotheke Zur Rose, Swiss Windows und andere waren Opfer. Bodmer hat analysiert, warum diese Angriffe erfolgreich sein konnten. Sein Fazit ist so simpel wie erschreckend: Die Gefahr wurde im Vorfeld einfach nicht ernst genommen.

Impulsreferat vom Experten

Wie lässt sich diese Gefahr konkret beschreiben? Bodmer zählte einige Anhaltspunkte auf: Es gibt immer mehr Cyberangriffe. Die Angriffe werden raffinierter und ihre Folgen verheerender. Die Angriffsszenarien werden komplexer. Die finanziellen Auswirkungen der Bedrohung steigen an. In den Unternehmen fehlt es an Fachwissen für die Abwehr von Angriffen. Die Unternehmen haben zu wenig Kapazitäten, um zeitnah und wirkungsvoll auf Warnhinweise zu reagieren. Homeoffice wirkt wie ein Brandbeschleuniger, da sich hier Berufs- und Privatleben vermischen. «Man ist relativ schnell verwundbar», sagt Bodmer.

Wie verläuft ein Angriff?
Doch wie kann man sich so einen Cyberangriff vorstellen? Davon berichteten beim anschliessenden Podium die Vertreter von drei Organisationen, die in jüngster Zeit selbst betroffen waren. Bei der Stobag AG führte 2019 ein Angriff zum kompletten Produktionsausfall. Ausgelöst wurde er durch unvorsichtiges Verhalten eines Mitarbeiters: Er erhielt eine E-Mail aus Italien und öffnete die Word-Datei im Anhang, ohne den Absender vorher überprüft zu haben. In der Datei war ein Schadprogramm, das sofort begann, sich im internen IT-System zu verbreiten. Bald darauf konnten sich die ersten Mitarbeiter nicht mehr ins Computersystem einloggen und das Unheil nahm seinen Lauf. In 80 Prozent der Fälle ist menschliches Fehlverhalten die Ursache für einen geglückten Cyberangriff. Im Oktober 2021 hatte auch die Gemeinde Mellingen einen Cyberangriff abzuwehren. Die Schwachstelle, durch die der Angreifer Zutritt erhielt, lag aber gar nicht bei der Gemeinde. Sie lag auf dem Microsoft Exchange Server, den die Gemeinde nutzte! Das Virus fand bei einem regulären Update seinen Weg in die gemeindeinterne IT. Ein klassischer Fall von Fremdverschulden – doch den Schaden hatte natürlich die Gemeinde zu tragen.

«Feuer an Bord!»
Der COO von CH Media verglich den Cyberangriff, den seine Firma im Mai dieses Jahres erlebt hat, mit einem Feuer. Es fing mit einem Warnhinweis an, der ihm gefährlicher erschien als die vielen anderen, die von den Abwehrsystemen täglich gemeldet werden. Noch während er mit seinen Kollegen darüber diskutierte, ob hier eine echte Gefahr vorliegt, kamen Meldungen von Mitarbeitern, dass sie das Programm «Excel» nicht öffnen konnten. Schnell war dann klar: Es sind Angreifer im System! Wie die Feuerwehr versuchte die IT-Abteilung, den lokalen Brand zu löschen, bevor er sich weiter ausbreitet. Doch drei Stunden später musste eine Taskforce eingerichtet werden und alles drehte sich nur noch um den Angriff. Einerseits musste der sich ausweitende Brand bekämpft werden. Andererseits mussten sofort Massnahmen eingeleitet werden, um den Produktionsbetrieb trotz der Störung noch irgendwie aufrechtzuerhalten. Im Laufe des Angriffs kam noch eine dritte Herausforderung dazu. Der Angreifer hatte sich Zugriff auf Kundendaten verschafft und drohte mit deren Veröffentlichung. Während die Sicherstellung des Produktionsbetriebs vor allem technisches Know-how verlangte, sei der Datenklau emotional sehr intensiv gewesen, «fast wie im Krieg».

Was also ist zu tun?
Wenn man Opfer eines Cyberangriffs wird, muss man kämpfen: alle Kräfte mobilisieren, die Polizei zur Hilfe holen, sich mit Partner und Lieferanten austauschen, um von ihnen zu lernen und vor allem transparent kommunizieren, damit man auch für die Zeit nach dem Angriff vertrauenswürdig bleibt. Das Wichtigste ist aber, vorbereitet zu sein. Roland Kühne (CH Media) hielt fest: «Man darf nicht davon ausgehen, dass man nicht betroffen ist. Es ist nur eine Frage vom Zeitpunkt.» Je mehr Schutzwälle ein Unternehmen hat, je aufwändiger ein Angriff für den Angreifer ist, desto grösser die Chance, dass er sich ein anderes Opfer sucht. Konkret bedeutet dies: das Thema ernstnehmen, die Mitarbeiter sensibilisieren und schulen, Backups regelmässig durchführen, in Software und IT-Sicherheit investieren, mögliche Schwachstellen aktiv suchen und schliessen, das eigene Schadenpotenzial kennen (wo tut’s am meisten weh?), einen Plan für den Ernstfall zurechtlegen (wer macht was?). Über den Sinn von Cyberversicherungen gingen die Meinungen der Experten auseinander. Einig waren sie sich aber in einem Punkt – die Antwort auf die Frage «Bin ich gefährdet?», lautet eindeutig: ja, und zwar für alle.

Wenn die ganze Welt im Dunkeln liegt

Mühlau Regional bekannt sind die Geschwister durch ihr kulturelles Wirken und ihre Liebe zur Ländlermusik. Oskar Betschart und Edith Sidler leben beide mit einer fast 100-prozentigen Blindheit und doch sehen sie mehr als viele ihrer Mitmenschen.

IRIS CAGLIONI

Am 15. Oktober fand der nationale Tag des weissen Stocks statt. Er ist das klassische Hilfsmittel von Menschen mit einer Beeinträchtigung der Augen. Oskar und Edith sind auch mit diesem weissen Stock unterwegs. Sie sind zwei von fünf Kindern und kamen schon mit prägnant eingeschränkter Sehkraft zur Welt. Ihre Eltern und Geschwister hingegen sehen alle aussergewöhnlich gut. «Die anderen haben Adleraugen, erwischt mit dieser Erbkrankheit hat es nur uns», meint Oskar lachend und doch schwingt auch ein bitterer Hauch in der Stimme mit. Rabenschwarz ist ihre Welt jedoch nicht. Oskar nimmt wahr, wenn die Umgebung beleuchtet ist oder wenn das Licht gelöscht wird. Edith ihrerseits hat noch einen Sehrest von zwei Prozent, sie kann nebst hell und dunkel noch ganz schwach Umrisse erkennen. Die Sehkraft von Oskar liess in der Pubertät stark nach, bei Edith erst später.

Oskar Betschart ist 40-jährig, Ehemann und Vater von zwei Söhnen
«Bilder von früher habe ich sehr stark verinnerlicht. Ich bin froh, in der Kindheit so viel gesehen zu haben, dass ich weiss, was grün oder rot ist. Farben und Formen kenne ich und ich denke, in Mühlau finde ich mich noch gut zurecht. Wie Mühlau aussieht, weiss ich noch gut, die Kirche, die Strassen. Also ich sehe natürlich nur das Mühlau von früher. Meine Geschwister sind immer noch kleine Kinder und meine Mutter sehe ich vor mir, wie sie vor rund 30 Jahren war – jung und schön.» Heute arbeitet er bei der Firma Lam-In Bau AG in Mühlau und kann etwas mit seinen Händen fertigen. Das wollte er schon immer.

Edith Sidler ist 37-jährig, Ehefrau und Mutter von zwei Söhnen
«Bis vor wenigen Jahren konnte ich meinen Bruder bei Auft itten auf die Bühne führen. Heute sehe ich zu wenig, um das noch zu tun. Ich bin Mutter von zwei Buben. Der kleinere ist richtig modeaffin Er sagt mir aufrichtig, wenn mir ein Kleidungsstück gut steht oder nicht und ob die Farbe zu mir passt.» Edith ist Vollzeithausfrau und kocht im Durchschnitt für sechs bis acht Personen. «Die Handgriffe sitzen, ich weiss, wo alles seinen Platz hat – das ist wichtig bei nicht sehenden Personen. Der Einkauf des täglichen Bedarfs an Frischprodukten wie Milchprodukte, Brot oder Salat erledige ich selbständig im Dorf.» Seit zehn Jahren lebt sie mit ihrer Familie in Hagendorn, dort im Dorfl – den kennt man sie. Alle zwei Wochen bekommt sie Hilfe für den Grosseinkauf. Dafür und für eine Putzhilfe bekommt sie eine Entschädigung der IV.

Selbes Schicksal, ähnliche Lebenswege
Oskar und Edith haben einen Altersunterschied von drei Jahren. Beide besuchten die Sonderschule Sonnenberg in Baar, die damals eine reine Blindenschule war. Sie schlugen später einen ähnlichen berufli hen Weg ein und waren in der Personalrekrutierung zuhause. «Mein Plus in diesem Beruf war, dass ich die Menschen nicht nach ihren Äusserlichkeiten vorverurteilte – ich musste mich immer auf meine anderen Sinne verlassen», sagte Oskar und auch Edith bestätigte dieselbe Erfahrung. «Abtasten, wie es in Hollywood gezeigt wird, das machen wir nicht. Wir sehen aber sehr viel mit den Ohren und der Nase.»

Fröhliche Naturelle – aber nicht immer
Sieht man sie in der Öffentli hkeit, wirken sie trotz ihres Schicksals fröhlich. Im Innern ist es nicht immer so. Was Edith am meisten zu schaffen macht, ist der Umstand, dass sie ein Leben lang auf die Hilfe anderer angewiesen sein wird. Die Digitalisierung und die rasante Entwicklung der Technik ist für sie Fluch und Segen zugleich. Obwohl am iPhone die Apps sprechen können, ist alles, was mit Touch-Screen bedient wird, schwierig bis unmöglich für sie. Heute gibt es Homepages, die angepasst sind mit einer Sprachausgabe, die sind aber wenig verbreitet. In der Schule lernten sie die Brailleschrift, die auch an der Computertastatur zur Verfügung steht. So ausgestattet sind beispielsweise die Tasten in Aufzügen. Edith erzählt: «Im Grund tasten wir uns durchs Leben. Vom ersten Moment an, wenn ich am Morgen aufstehe, muss ich alles ertasten – jeder Handgriff, jeder Schritt braucht meine volle Konzentration. Wir haben viele Freunde, die sehend sind. Und weil wir so dazugehören, geht auch mal vergessen, dass wir nicht einfach aufstehen und mitlaufen können – wir brauchen für alles mehr Zeit. Das ist einerseits eine Komplikation und andererseits ein Kompliment für uns.»

Ihre Musik ist regional bekannt Seit ihrer Kindheit sind die beiden Geschwister passionierte Schwyzerörgeli- Spieler und damit sind sie regional bekannt. Zusammen gründeten sie das Schwyzerörgeliduo Betschart. Heute heissen sie offiziel Schwyzerörgelitrio Betschart, denn schon seit längerem ist ihre Mutter Luzia, ebenfalls in Mühlau wohnhaft, mit von der Partie. «Wir sind glücklich, dass unsere Mutter mit uns musiziert.» Studieren sie ein neues Stück ein, dann hören sie es ab einem Tonträger. Danach wird einfach geübt, bis die Finger die richtigen Knöpfe finden. «Das ist kein Problem für mich, denn ich übe nur neue Stücke ein, die mir auch gefallen, dann geht das gut», lacht Oskar.

Der Umgang mit blinden Menschen
Beide bewegen sich in der Öffentli hkeit mit dem weissen Stock. In der bekannten und gewohnten Umgebung geht das auch sehr gut. Sie danken den hilfsbereiten Mitmenschen, die sie auf der Strasse antreffen. Berührungsängste sind keine da. «Mich am Arm berühren und mich fragen, ob ich Hilfe beim Überqueren der Strasse brauche, das darf jeder tun. Nicht so toll ist es, wenn mich jemand mit Schwung packt und mitreist», sagte Oskar. Was für den sehenden Menschen selbstverständlich ist, kann für die Geschwister ein Hürdenlauf werden. «Wir spüren die Blicke auf uns, wenn wir angestarrt werden – zum Beispiel im Restaurant, weil wir vielleicht nicht so schön essen.» Beide sind ihren Eltern dankbar dafür, dass sie in der «normalen Welt» aufwachsen und lernen durften. Edith ist aber heute auch um einen Meinungsaustausch mit anderen nicht sehenden Menschen bemüht.

Als Schwyzerörgelitrio Betschart sind sie in der ganzen Region bekannt. Trotz ihres Schicksals sind sie fröhlich unterwegs.
Oskar Betschart und seine Schwester Edith Sidler am Schwyzerörgeli. Ihre Mutter Luzia Betschart spielt den Bass.

Ein neues Bistro für Sins – Tamara’s Lounge

Sins Innerhalb weniger Wochen von der Festanstellung zum eigenen Bistro an der Reuss. Am 1. September öffnete «Tamara’s Lounge» ihre Tore für die Sinser Bevölkerung.

«Es ging alles sehr schnell», sagteTamaraRösler am Eröffnungsevent ihrerLounge. Nur wenige Wochen lagenzwischen ihrem letzten Arbeitstag imAngestelltenverhältnis und dem Willkommensanlassan der Reuss.Mit ihrem eigenen Lokal erfülltesich die gelernte Bankkauffrau einenlangjährigen Traum. Mit ihrer Gastro-Erfahrung aus über zehn Jahren Tätigkeitim Gastgewerbe hofft sie, mit ihremBistro ein Bedürfnis der Einwohnerzu decken. Bei der Eröffnung ist ihrdies schon einmal geglückt. Zahlreicherschienen Freunde und Verwandte,aber auch interessierte Nachbarnliessen sich einen ersten Blick in dievon der Wirtin selbst bezeichneten«Tschill out Oase» nicht entgehen.Obwohl der Um- und Ausbau desGebäudes neben der alten Holzbrückenoch nicht abgeschlossen ist, lädt«Tamara’s Lounge» mit einer geräumigenInnenfläche und einer die Reussüberblickenden Terrasse zum Verweilenein. Egal ob bei einem nachmittäglichenKaffee, einem Feierabendbieroder einem entspannten Apéro, für alleBedürfnisse ist gesorgt.Mit einer kleinen Auswahl an selbsthergestellten Produkten, beispielsweiseStricksocken oder gebrannten Mandeln,kann das Wohlfühlerlebnis auchmit nach Hause genommen werden.Tamara Rösler freut sich auf das,was kommt und ist gespannt, wie ihrselbst erfüllter Traum bei der Gemeindeankommt.

Dietwil lud zum geselligen Kennenlernen ein

Dietwil Am vergangenen Samstagmorgen begrüsste die Gemeinde ihre Neuzuzügerinnen und Neuzuzüger mit einem gelungenen Anlass. In ungezwungener Atmosphäre erfuhren sie viel Wissenswertes über ihren neuen Wohnort.

«Willkommen in der südlichsten undschönsten Gemeinde des Aargaus.» Mitdiesen Worten begrüsste GemeindeammannPius Wiss die knapp vierzig neuen«Düeteler», die sich um kurz vorhalb zehn im Restaurant Traube eingefundenhaben. Sie alle sind in den letztenzwei Jahren nach Dietwil gezogenund der Einladung der Gemeinde gefolgt,um Dorf und Leute näher kennenzulernen.Zu Kaffee und Gipfelilauschten die Gäste den Ausführungendes Gemeindeammanns bevor sich alleRatsmitglieder und der Gemeindeschreibervorstellten. Im Anschlussfolgte ein kurzweiliger Spaziergang inzwei Gruppen mit Stopps an vier verschiedenenOrten.

Sechs Tage Berufsberatung im Messegewimmel

Die Aargauische Berufsschau bringt die Vielfalt der Berufswelt nach Wettingen:

70 Stände präsentieren mehr als 200Lehrberufe. Damit niemand die Übersicht verliert, ist auch ask!
mit einem Stand vor Ort.

Berufsberatung findet meistens im Schulhaus oder in den ask!-Büros in Aarau, Baden, Rheinfelden und Wohlen statt. Alle zwei Jahre allerdings herrscht Ausnahmezustand:
Die ask! –Beratungsdienste für Ausbildung und Beruf – beraten Jugendliche, Eltern und Lehrpersonen mitten im Tägi am grossen ask!-Stand der Aargauischen Berufsschau AB’23.

Viele Wege führen zum Ziel

Der Stand von ask! ist der ideale Start in die Berufsschau: Wer noch nicht genau weiss, was eine Grundbildung, also Lehre, ist, schaut sich den Erklärfilm an, der in zehn verschiedenen Sprachen zur Verfügung steht. Ein interaktives Bildungssystem zeigt zudem auf, welche Wege von der Schule über die Lehre oder Mittelschule bis zu höheren Fachschulen und unterschiedlichen Hochschulen möglich sind. Jugendliche, die noch ganz am Anfang der Berufswahl stehen, profitieren vom interaktiven Interessencheck. Hier können sie herausfinden, welche Berufsfelder zu ihnen passen. Ein Kurzgespräch mit einer Berufsberatungsperson ordnet ein und verschafft die nötige Übersicht. Gut gerüstet mit diesem Wissen kann man eine gezielte Auswahl an Berufsständen besuchen. Als Zückerchen können Jugendliche beim Gewinnspiel von ask! mitmachen und mit etwas Glück Gutscheine für Online-Shops gewinnen.

Nicht nur Jugendliche denken über die Berufswelt nach

Eltern, die mit ihren Kindern die AB’23besuchen, erhalten am Wochenende Unterstützung, wenn sie sich mit ihrer eigenen beruflichen Situation auseinandersetzen möchten. Die Beratungspersonen informieren über das Angebot «viamia», eine kostenlose berufliche Standortbestimmung für Personen ab40. «viamia» hat zum Ziel, die Berufschancen von älteren Arbeitskräften zu erhöhen.

Ukraine-Corner

Am Wochenende ergänzt eine Ukrainisch sprechende Dolmetscherin das Personal am ask!-Stand. Sie gibt zusammen mit den Beratungspersonen Auskunft über das Schweizer Berufsbildungssystem und erklärt, wieso eine Lehre in der Schweiz ein sehr guter Start in die Arbeitswelt ist.

Gut eingespielte Zusammenarbeit

Neben dem eigenen Stand organisiert ask! den Stand der Kleinstberufe und engagiert sich im Organisationskomitee der AB’23. Roberto Morandi, Geschäftsleitungsmitglied von ask! und Berufs-, Studien- und Laufbahnberater, ist überzeugt vom Konzept der Berufsschau. Er empfiehlt den Besuch der ganzen Familie: «Die Berufswahl ist ein Familienprojekt und die Berufswelt ist in ständigem Wandel. Ein Update in Form eines Messebesuchs ist in jedem Fall auch für Erwachsene interessant.»

Erster Freiämter Wandertag

Am Sonntag, 17. September startet der erste Freiämter Wandertag. Ausgangspunkt ist Benzenschwil. Sämtliche Bewilligungen sind eingeholt und das Detailprogramm steht. Ziel ist es, natur- und Wander begeisterte Menschen aus dem Freiamt und anderen Regionen mit einem gemütlichen, genussvollen Tagesanlass zu begeistern. Kinder und Hunde sind ausdrücklich willkommen.

Drei Rundwanderungen mit unterschiedlichen Ansprüchen

1. Route: Länge: 5 Kilometer, 130 Höhenmeter:Wanderzeit: 1 Std. 20 Min.(kinderwagentauglich)2. Route: Länge: 13 Kilometer, 250 Höhenmeter. Wanderzeit: 3 Std. 20 Min.3. Route: Länge: 18 Kilometer, 540 Höhenmeter. Wanderzeit: 4 Std. 50 Min. Die drei Wanderrouten wurden von offiziellen Wanderleiterinnen geplant und berücksichtigen sämtliche Fitnesslevels. Sie werden ausgeschildert und können in definierten Zeitfenstern individuell begangen werden. Das offizielle Wegnetz verlassen sie nie. An der Pausenstelle sowie am Start-/Zielort bei der Turnhalle in Benzenschwil sind zudem ein Gastronomieangebot, gedeckte Sitzplätze und ausreichend Toiletten vorhanden. Unterwegs kann ein Quiz gelöst werden, bei dem es attraktive Sachpreise zu gewinnen gibt. Eine Fotobox für Erinnerungsschnappschüsse steht beim Ziel kostenlos zur Verfügung.

Das Ticketing hat gestartet

Die Anzahl der Teilnehmenden ist beschränkt. Im Startpreis von 25 Franken für Erwachsene, respektive 5 bis 15Franken für Kinder ist unter anderem ein vollständiges Lunchpaket enthalten. An der Pausenstelle ist Feuer und ein Grill vorhanden. Die Wurst oder die vegane Variante davon aus dem Lunchsäckchen kann dort gebrätelt werden. Auf Nachhaltigkeit und Regionalität legt das OK grossen Wert. Produkte werden ausschliesslich von lokalen Händlern bezogen und die Anreise mit dem öffentlichen Verkehr ausdrücklich empfohlen. Sämtliche Freiämter Zonen der A-Welle sind im Startticket inkludiert. Weitere Informationen sind fortlaufend in den Sozialen Medien oder auf der Homepage: Wandertag NF Oberfreiamt
(nf-oberfreiamt.ch) ersichtlich.

Der «Sonderbundsweg» – Geschichte hautnah

Sins Schweizer Geschichte vermitteln und dies einem Publikum ab dem Alter von 15 Jahren schmackhaft zu machen und interessant zu gestalten, war die Idee von «Wege zur Schweiz». Mit der Eröffnung des «Sonderbundswegs » wurde das erste Projekt dieser Art abgeschlossen.
Offiziell wurde der Themenweg am letzten Freitag eröffnet. Er hat eine Länge von 13 Kilometern, führt durch drei Kantone und hat in 13 Gemeinden Standorte. Insgesamt stehen die 20 informativen Tafeln, meist inmitten der Landschaft, und behandeln jeweils ein für den Ort spezifisches Thema rund um den Sonderbundskrieg von 1847. Dieser Krieg war eine militärische Auseinandersetzung im November 1847, die vier Wochen dauerte. Er war der letzte Krieg auf Schweizer Territorium. Der «Sonderbundsweg» ist ein neuartiges Konzept und es werden in Zukunft weitere Wege zur Schweiz angestrebt, informierte Jürg Stadelmann, Historiker, Gymnasiallehrer und Leiter des Projektes. Der Themenweg vermittelt geschichtshistorisches Wissen mit Leichtigkeit. In Sins nahe der alten Holzbrücke beim ehemaligen Löwenhof (gegenüber Burkardt Landmaschinen) nimmt er den Anfang. Vermittelt werden die Ereignisse rund um die damals einzige Brücke über die Reuss. Sie wurde am 10. November 1847 gesprengt, mit ihr das Zollhaus auf der Freiämter Seite.

Das gab es nur in Sins
Als grosse Besonderheit für das heutige Sins, damals noch Meienberg, gilt gemäss den Ausführungen von Stadelmann folgendes: «Im Zeitraum von nur 14 Tagen waren beide Generäle der kämpfenden Lager im Dorf. General Johann Ulrich von Salis-Soglio war der Oberbefehlshaber des konservativen Sonderbunds und am 11. November 1847 vor Ort. General Guillaume Henri Dufour befehligte die eidgenössischen Truppen und bezog am 23. November 1847 im heutigen Gemeindehaus, welches damals noch das Pfarrhaus war, Quartier. Mehr über die Ereignisse in Sins und weitere spannende Episoden rund um die Geschehnisse des Sonderbundskriegs können an allen Standorten lesend und hörend erlebt werden. Weg von den Ämtern, hin zum Bund Anlass für diesen vierwöchigen Krieg war das Bündnis zwischen den konservativen Kantonen Luzern, Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwalden, Zug, Freiburg und Wallis, dem sogenannten Sonderbund. Sie führten Krieg gegen den Rest der Eidgenossenschaft. Ihm ging ein jahrzehntelanges Tauziehen zwischen den konservativen und den liberalen Kantonen der Eidgenossenschaft voraus. Zehn Monate danach lag am 12. September 1848 die erste schweizerische Bundesverfassung vor. Die Arbeitsgemeinschaft «Wege zur Schweiz» geht von der Überzeugung aus, dass Schweizer Geschichte nicht linear verlief. Der Weg zur heutigen Schweiz, wie sie uns bekannt ist, verlief unterschiedlich, mal holprig, mal mehrspurig, mal leicht und mal steil.

So verpackt, dass es in die heutige Zeit passt
«Geschichtliches Wissen weitergeben, sollte in verschiedenster Form möglich sein», meinte Stadelmann. Dies realisierten die Macher des «Sonderbundswegs » auf geniale Weise. Zum einen sind auf den Tafeln Abbildungen, Karten oder Grafiken mit passenden kurzen Texten. Zum anderen werden die Interessierten auf moderne Art abgeholt. Es ist empfohlen, beim Begehen des Weges Smartphones und Kopfhörer mitzunehmen und zu benutzen. Es besteht über die vorhandenen QRCodes Zugang zu weiterführenden Informationen und zu interessanten Audiospuren. Zusammengezählt sind es rund 1,5 Stunden Audiomaterial. Über diese Tonspuren hört man das fiktive Radio «Wege zur Schweiz». Eine Journalistin interviewt fiktive Personen aus der Vergangenheit und schafft so die Verbindung ins Heute. Das sind kurze Hörspiele, die von 13 Sprecherinnen und Sprechern aufgenommen wurden. Auch kann zum Beispiel der Knall der Brückensprengung von Sins gehört werden. Ein Hörbeispiel ist beim Online-Artikel des Anzeigers Oberfreiamt aufgeschaltet. Der Trailer zum Sonderbundweg kann auf www. wege-zur-schweiz.ch/aktuell/ gehört werden.

Familienausflug, Schulreise oder einfach so
Der Weg kann in rund drei bis vier Stunden abgelaufen werden. Grosse Teile davon sind auch mit dem Velo machbar. Vereinzelt gelten allgemeine Fahrverbote. Die Idee war es, ein möglichst breites Publikum ab dem Alter von 15 Jahren anzusprechen. Der Sonderbundsweg kann im Rahmen eines Familien- oder Vereinsausflugs, als Individualwanderung oder als schulisches Angebot genutzt werden.

Auwer und Abtwiler Seniorenausflug nach Appenzell

Nach längerer Zeit durften die Senioren und Seniorinnen von der Pro Senectute Mittagstisch, sowie der Fitness- und Gymnastik-Turngruppen Auw und Abtwil wieder einmal einen Ausflug unternehmen. So konnten wir am 30. Juni um 8.30 Uhr den Car besteigen, in dem bereits die Senioren von Abtwil sassen und somit waren wir eine Gruppe von 43 Personen.

Das Wetter spielte, im Gegensatz zu den Prognosen, auch mit und so fuhren wir zuerst auf den Ricken ins schöne Restaurant Bildhus, wo uns Kaffee und Gipfeli erwartete. In dieser Zeit fing es an zu regnen und bevor wir in den Car einstiegen, war es wieder vorbei. Weiter ging die Reise Richtung Säntis. Bei der Abzweigung zur Schwägalp entschied unser Chauffeur noch einen kleinen Abstecher bis zur Säntisbahn zu machen, bevor es weiter via Urnäsch nach Appenzell ging. Dort wurden wir im schönen Romantik-Hotel Säntis mit einem wunderbaren Mittagessen verköstigt und wie konnte es anders sein, in dieser Zeit öffnete Petrus wieder seine Schleusen, bis wir nach dem Dessert und Kaffee das Lokal verliessen. So konnten wir noch eine Stunde im Trockenen die Füsse vertreten, die wunderschönen Häuser bestaunen und der eine und andere deckte sich mit Biberfladen oder Anderweitigem ein.

Um 15 Uhr ging es dann auf den Rückweg via Lichtensteig zum Kägi Glücksshop, wo wir nach Herzenslust die verschiedenen Sorten probieren durften. Ich glaube, es konnte keiner widerstehen, von den entsprechenden Süssigkeiten zu kaufen und nach Hause mitzunehmen. Anschliessend stellten wir uns noch für ein Gruppenfoto auf, was relativ schnell gehen musste, denn kaum sassen wir im Car, schüttetete es wie aus Kübeln und nach der Heimfahrt über den Hirzel, konnten wir zu Hause wieder trocken aussteigen. Also der Wettergott meinte es gut mit uns und es war wirklich ein herrlicher Tag, der Allen gut gefallen hat und sicher in guter Erinnerung bleiben wird. Ein herzliches Dankeschön den fünf Organisatoren: Monika Heer, Marlies Villiger, Edith Leu, Anneliese Künzli und Ruth Strebel für ihren Einsatz und Zeitaufwand, für den schönen Ausflug und hoffentlich auf ein nächstes Mal

Repla will das Wir-Gefühl im Freiamt stärken

Am Mittwoch veranstaltete die Repla die Tischmesse «FREIAMT. MITTENDRIN.» in der Mehrzweckhalle. 36 Aussteller präsentierten dabei ihr Angebot und vernetzten sich untereinander.

Der Regionalplanungsverband Oberes Freiamt (Repla) hat sich zum Ziel gesetzt, mit verschiedenen, niederschwelligen Anlässen die regionalen Akteure aus der Wirtschaft, aus dem Gewerbe und aus dem Bereich Freizeit und Kultur zusammenzubringen. «Daraus entstehen ganz neue, interessante Ideen», ist Daniel Räber, Geschäftsstellenleiter der Repla, überzeugt. Am Mittwochmorgen stand die Tischmesse «FREIAMT.MITTENDRIN.» in der Mehrzweckhalle Merenschwand auf dem Programm. 36 Vertreter aus den unterschiedlichsten Wirtschaftszweigen präsentierten auf einem Tisch ihre Angebote. Zusätzlich dazu versuchten sich die Teilnehmer untereinander auszutauschen. Diese einfache und unkomplizierte Netzwerk-Tischmesse organisierte die Repla in Zusammenarbeit mit der Industrievereinigung Muri und dem Gewerbeverein Muri und Umgebung sowie dem Gewerbeverein Sins und Umgebung. Als Partner der gesamten Kampagne agiert die Marketing Werkstatt von Andreas Gnädinger.

Anzeiger als Medienpartner

Teilnehmende Akteure waren unter anderem die Raiffeisen- und die Aargauische Kantonalbank, die Aktiengesellschaften Robert Wild, Fischer Söhne, Profot, Heggli und Gubler. Aus dem Freizeitbereich kamen die Vertreter Erlebnis Freiamt und das Künstlerhaus Boswil. Für die Verpflegung sorgte die Apéro-Chuchi Freiamt. Der Anzeiger Oberfreiamt war ebenfalls mit einem Tisch an der Messe vertreten. Zudem wird der Anzeiger in Zukunft als Medienpartner von «FREIAMT.MITTENDRIN.» auftreten.

Grundsätzlich will die Repla mit ihren Aktionen versuchen, das Wir-Gefühl im Oberen Freiamt in der gesamten Bevölkerung zu stärken. «Wir wollen mit unserer Kampagne noch stärker zeigen, was es alles zu entdecken gibt im Freiamt, was für Perlen wir hier haben», erklärte Räber. Weitere Anlässe sind bereits geplant. Am 6. Juli wird der neue Markenauftritt auf dem Freiämter Sagenweg in Waltenschwil präsentiert und auch weitere Tischmessen wären bei anhaltendem Interesse im Zweijahres-Rhythmus angedacht.

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