Klassische Musik gebündelt
Classics kehrt unter das Dach von Murikultur zurück
Vor zwei Jahren hatten sich die Wege getrennt, nun spannen die Stiftung für Klassische Musik Muri (SKMM), der Verein Muri Classics und Murikultur wieder zusammen. Unter dem Dach von Murikultur wird damit das klassische Angebot gebündelt.
Zwei parallele klassische Konzertreihen in Muri sind eine zu viel, finden nicht das notwendige Publikum und lösen Unverständnis aus. Nach intensiven Gesprächen wurde gemeinsam entschieden, dass ab 2027 wieder Murikultur als primäre Veranstalterin auftreten wird. Stiftungsratspräsident Robert Barrer sagt: «Ich freue mich, das wir diesen Weg gefunden haben.»
Übergangsjahr 2027
Muri Classics hat für das Jahr 2027 bereits viele Vorkehrungen getroffen, die Konzerte sind geplant. Die Parteien haben sich daher darauf verständigt, das kommende Jahr als Übergang zu gestalten. Als Veranstalterin tritt Murikultur auf, kümmert sich um das Ticketing sowie Information und Kommunikation. Die Organisation bleibt aber noch beim Verein Muri Classics. Der Hauptgrund für diesen Entscheid liegt darin, dass mehrere Teammitglieder per Ende 2027 nach vielen Jahren grossen Engagements zurücktreten und der Verein dann aufgelöst wird.
Wunsch der Stiftungen
Mehrere Stiftungen haben in den letzten Monaten gegenüber der Geschäftsleitung von Murikultur signalisiert, dass sie ein Zusammengehen zwischen Murikultur und Muri Classics begrüssen würden. Treibende Kraft hinter der raschen Annäherung und neuen Zusammenarbeit war jedoch die Stiftung für Klassische Musik Muri und ihr Präsident Josef Gut. Früher selbst Ressortleiter für die Klassische Musik bei Murikultur war für ihn die Rückführung eine Herzensangelegenheit.
Stiftungsrat und Geschäftsführung von Murikultur bedanken sich herzlich bei ihm und der Stiftung für Klassische Musik für das entgegengebrachte Vertrauen und das grosse persönliche Engagement.
Muri Klassik mit zwei Strängen
Bereits im Frühjahr konnten das Künstlerhaus Boswil und Murikultur über ihre Zusammenarbeit im Bereich der Kammermusik berichten. Mit dem Verein Muri Classics wird nun der Bereich der Orchesterkonzerte ergänzend abgedeckt. Barrer sagt im telefonischen Interview: «Mich freut es, dass die richtigen Leute miteinander sprechen.» Sie haben vorerst bis Ende 2027 geplant. Nun werden die weiteren Vertragsverhandlungen geführt. Denn der Verein Muri Classics, Muri Kultur, die Stiftung Klassische Musik Muri und das Künstlerhaus Boswil wollen die Zusammenarbeit auf verschiedenen Ebenen weiterentwickeln. Dazu werden die einzelnen Protagonisten auf strategischer Ebene eine vertiefte Zusammenarbeit führen, so Barrer weiter. «Ein sinnvoller Weg», so der Stiftungsratspräsident. Das mache für sie auch Sinn nach dem Wegfall von Musik in der Klosterkirche, die Kräfte wieder zu bündeln.
Aus Muri Classics wird Muri Klassik
Die bisherige Bezeichnung «Musik im Festsaal» wird fallen gelassen und das klassische Angebot unter dem Übergriff «Muri Klassik» geführt. Noch offen ist die Organisation der Sparte Orchesterkonzerte über das Jahr 2027 hinaus, nach Auflösung des Vereins. Ziel ist es, diese Frage bis im kommenden Frühjahr zu klären.