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Perle

Ein gelungener Pancake

Celeste Blanc

Die Bezirksschülerinnen und -schüler aus Muri feierten ihren Schulabschluss

Für sie ist die ordentliche Schulzeit nun offiziell vorbei: 73 junge Erwachsene nahmen an der Zensurfeier im Festsaal ihr Abschlusszeugnis entgegen. Und blickten gemeinsam auf vergangene und künftige Highlights.

Es ist der Moment, auf den alle so sehnlichst gewartet haben. Der Moment, auf den drei Jahre lang hingearbeitet wurde. Der Moment der Anerkennung, in dem die vielen Stunden vor den aufgeschlagenen Büchern, den aufgetragenen Projektarbeiten, den Hausaufgaben, den Prüfungsvorbereitungen gewürdigt werden. Der Tag, an dem all diese erbrachten Leistungen ihren glorreichen Abschluss finden. «Und der so definitiv ein Tag des Feiern ist», begrüsst Schulleiter Peter Hochuli die festlich gekleideten Absolventinnen und Absolventen. Kurz hält sich der Schulleiter in seiner Begrüssung und macht schliesslich den eigentlichen Hauptdarstellern des Abends auf der Bühne Platz, die zusammen mit den Lehrerinnen und Lehrern, der Familie und den Freunden auf die gemeinsamen drei Schuljahre zurückblicken. 

Gemeinsam den Weg gegangen
Besonderes haben sich die Abschlussklassen für den grossen Tag einfallen lassen. In Beiträgen gaben sie Einblick in das gemeinsam Erlebte und einen Ausblick auf das, wohin der Weg nach den Sommerferien gehen wird. So präsentierte beispielsweise die Klasse 3b Bilder aus der gemeinsamen Schulzeit und erzählte Anekdoten. «Einst ein zusammengewürfelter Haufen, sind wir heute 18 Freunde», erzählen die Absolventinnen Flora Krummenacher und Carla Käppeli. Vieles habe sich verändert, man selbst habe sich weiterentwickelt. «Hatte man am ersten Schultag noch Angst, seinen Platz nicht zu finden, ist diese Lappalie anderem gewichen.» Beispielsweise dem Respekt vor dem Unbekannten, das alle nun erwartet. Mit Quizfragen und Umfragen wagten die Schülerinnen und Schüler der Klassen 3a, 3c und 3d vor allem den Blick in die Zukunft. Wie aus den einst potenziellen Geheimagenten und Fussballstars von damals angehende Gymnasiasten und Lernende eines Berufes werden. Bei vielen wich der Traumberuf einem anderen Werdegang. «Dass alle aber eine Anschlusslösung haben, freut mich und die Lehrerschaft ungemein», so Peter Hochuli. Von 73 Schülerinnen und Schülern schlagen 33 eine weiterführende schulische Laufbahn ein, während 38 eine Lehre absolvieren werden. Zwei haben sich für ein Zwischenjahr entschieden.

Gekocht mit neuem Rezept
Für ihre ausserordentlichen Leistungen wurden sieben Schülerinnen und Schüler besonders erwähnt. Auf der Bühne geehrt wurden Lara Soares, Sarah Stalder, Lea Keller und Adrian Amstutz für einen erreichten Schnitt von 5,3. Noch besser schnitten Fiona Käppeli (5,4), Selina Dioguardi (5,5) und Ramona Monteleone (5,6) ab.   Und so ging mit dem Abend eine aufregende Schulzeit vorbei. Eine Zeit geprägt von Unsicherheiten und «Social Distancing». Corona hat seine Spuren hinterlassen. Viele Schulanlässe, die eigentlich hätten stattfinden sollen, konnten nicht durchgeführt werden. «Dennoch glaube ich fest, dass dafür jene Anlässe, die möglich waren, umso mehr genossen wurden», blickt Klassenlehrerin Isabelle Bütler zurück. Damals, vor drei Jahren, hatte sie mit der 3a ihre erste Klasse übernommen. «Rückblickend war es wie mein erster Pancake», erzählt sie. Gekocht wurde mit einem Rezept, das man bis dahin noch nicht kannte. «Mit dem Lehrplan 21 wurde gekocht, mit der neuen Schulleitung als neue Küche. Und die Schülerinnen und Schüler als einmalige Zutaten. Als dann Corona kam, wurde uns das Licht gelöscht.» Dennoch habe man im Klassenverband das Beste aus allem gemacht. Stolz auf die Leistung ihrer Klasse meint sie: «Der Pancake ist damit sehr gut gelungen.»

Mut für die Zukunft
Mit Musik und einstudierten Liedern, mit strahlenden Gesichtern, Freundschaftsbekundungen und Tränen der Sentimentalität nahmen die Schulabgängerinnen und -abgänger zum Schluss ihr Zeugnis entgegen, das nicht auf der Bühne, sondern im kleinen Klassenverband ausgehändigt wurde. Ausgetauscht wurden zudem Andenken ud Geschenke. Nun steht sie an, die grosse Zukunft, in der die Welt allen offensteht, so Hochuli zum Schluss. «Habt in Zukunft Mut, auf eurem Weg etwas Neues auszuprobieren. Und macht Fehler, wo ihr könnt – immer in der Hoffnung, dass ihr daraus auch etwas lernt.»

Fotos: Celeste Blanc

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